Anschlag in London: Polizei identifiziert dritten Attentäter

Ermittler der Polizei auf der Spurensuche nach dem Anschlag in London Die Terrormiliz Islamischer Staat reklamiert die Tat für sich

Wenige Tage vor der britischen Parlamentswahl wird das Land erneut von einem Terroranschlag erschüttert, dem dritten in wenigen Monaten. Am Ende werden drei Angreifer erschossen. Oppositionsführer Jeremy Corbyn forderte am Montag ihren Rücktritt, weil May als langjährige Innenministerin bei der Polizei drastisch Stellen gestrichen habe. Großbritanniens Anti-Terror-Chef Mark Rowley teilte mit, der Mann sei 2015 überprüft worden.

Zu dem jüngsten Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Dschihadisten wie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) rufen ihre Anhänger in dieser Zeit hingegen ausdrücklich zum Kampf und zu Anschlägen auf. Die Briten wählen am Donnerstag ein neues Parlament.

Die Polizei riegelte die London Bridge und den nahe gelegenen Borough Market ab. Der Mann habe ohne zu zögern eingegriffen und mit bloßen Händen gegen die drei Terroristen gekämpft.

Premierministerin Theresa May kam laut PA zu einem privaten Besuch ins Kings College Hospital, um Verletzte zu besuchen und mit dem Personal zu sprechen.

- Der Name des dritten mutmaßlichen Täters: Die Polizei hatte zunächst bekanntgegeben, die Identität der drei Attentäter zu kennen.

US-Präsident Trump hat seine Solidarität mit dem vom Terror heimgesuchten Verbündeten Großbritannien mit innenpolitischen Forderungen verknüpft.

May berief Medienberichten zufolge für Sonntagmorgen eine Sondersitzung des Cobra-Komitees, des höchsten britischen Sicherheitsgremiums, ein. Borough Market am Südende der Brücke ist eine weltberühmte Markthalle. Dort sprangen drei Männer mit Messern aus dem Fahrzeug und stachen wild auf Passanten ein und drangen in mehrere Pubs und Restaurants ein, wie der "Guardian" berichtet. Nach dem ersten Notruf dauert die Hölle weitere acht Minuten - dann sind die Angreifer tot. Weil die Attentäter augenscheinlich Sprengstoffwesten trugen, eröffneten die Polizisten sofort das Feuer. Die vermeintlichen Sprengstoffwesten an den Körpern der Angreifer entpuppen sich als Attrappen. Dabei habe er sich selbst ernsthafte Verletzungen zugezogen und sei weiterhin in kritischem Zustand. "Das war wie ein Amoklauf", zitierte die BBC einen Zeugen. Laut Augenzeugen hatten die Attentäter "Das ist für Allah" gerufen. Die U-Bahn-Station London Bridge wurde geschlossen.

Ähnlich äusserte sich der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan. Die Polizei sperrte große Areale in der Stadt ab. Sie bat die Menschen, nicht leichtfertig Videos und Bilder von den Tatorten in Umlauf zu bringen.

Zu den Schwerverletzten zählt ein Polizist, der als einer der ersten am Anschlagsort eintraf. Landesweit gedachten die Briten der sieben Toten und 48 Verletzten mit einer Schweigeminute. Der Attentäter wurde erschossen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte, Frankreich stehe "mehr denn je an der Seite des Vereinigten Königreichs".

Nach Anschlag von London nimmt Großbritannien Extremisten ins Visier.

Auf Fotos ist zu sehen, dass die Polizei Menschen mit erhobenen Händen vom Anschlagsort wegführte.

Bundespräsidentin Doris Leuthard äusserte sich bestürzt über den Anschlag. Zugleich betonte er seine Entschlossenheit, die USA mit allen nötigen Mitteln vor terroristischen Attacken zu schützen. "Wir sind heute über alle Grenzen hinweg im Entsetzen und der Trauer vereint, aber genauso in der Entschiedenheit", erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag. Innenminister Thomas de Maiziere sagte in einer eigenen Erklärung: "Ich habe meiner britischen Kollegin (Amber Rudd) mein Mitgefühl ausgesprochen und jegliche Unterstützung zugesagt".

London.Nach drei schweren Terroranschlägen in kurzer Folge will Premierministerin Theresa May den radikalen Islamismus aus der britischen Gesellschaft "ausrotten". Das teilte das Präsidialamt in Moskau am Sonntag mit.

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