Keine Ismaik-Millionen: Profifußball bei 1860 am Ende

1860 München hat einen Nachfolger für Ian Ayre gefunden

Dies sei ihm nicht möglich gewesen, weil der 1860-Stammverein die an eine Zahlung gekoppelten strukturellen Änderungen nicht vornehmen wollte, so Ismaik.

Demnach soll der Investor gefordert haben, dass der TSV München von 1860 e.V. Weisungsbefugnis und Veto-Recht gegenüber der KGaA, also Ismaik, abgebe. Am Freitag hatte er eine Zahlung von rund zehn Millionen Euro abgelehnt und die Sechziger damit um die Drittliga-Lizenz gebracht.

Bedrohlich schwarz hingen die Gewitterwolken über der Geschäftsstelle von 1860 München - der große Donner aber folgte in einer historischen E-Mail. Ismaik habe "sein finanzielles Engagement zur Erfüllung der Lizenzbedingungen (.) an eine Reihe von Forderungen geknüpft, die der Verein aus rechtlichen und organisatorischen Gründen in der gewünschten Form nicht erfüllen kann", hieß es in einer von den Vize-Präsidenten Heinz Schmidt und Hans Sitzberger unterzeichneten Erklärung.

Bis um 15.30 Uhr muss der vom Abstieg, vielen Rücktritten und einem beispiellosen Führungschaos gebeutelte Verein die Lizenzauflagen für die 3. Liga erfüllen. Weiter hieß es in der Erklärung: "Es gibt keinerlei Kontroverse über unsere Wünsche, geschweige denn einen Erpressungsversuch".

"Ismaik ist im Moment die Schlüsselfigur", stellte Rainer Koch klar, der Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und zugleich Chef des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV). Verbandschef Koch kündigte bereits an, dass der BFV "gegebenenfalls auch Platz für eine 19. Mannschaft in der Regionalliga hätte". In dieser Woche waren Geschäftsführer Ian Ayre und Vereinspräsident Peter Cassalette zurückgetreten.

Der Hauptanteilseigner beteuerte, dass sowohl der Verein als auch die Deutsche Fußball Liga seine Vorschläge guthießen. Vertreter des e.V. betonten, die Statuten nicht zu Ismaiks Zufriedenheit ändern zu können. "Zusammenfassend glaube ich nicht, dass meine Forderungen in irgendeiner Weise anrüchig sind". Angeblich sieht Ismaik, der nicht in München weilte, sein Investment gefährdet.

Nach einem selbst für 1860-Maßstäbe einmalig chaotischen Wochenstart war zunächst völlig offen, wie es weitergeht. Abstiegs-Trainer Vitor Pereira hatte schon nach dem Relegations-K.o. gegen Jahn Regensburg am Dienstag vom Scheitern seiner Mission gesprochen und damit einen Weggang angedeutet. Wegen des Abstiegs der Profis muss auch Bierofkas U21 von der Regionalliga runter - und das als Vizemeister.

Medienberichten zufolge haben nur sechs Profis einen Vertrag für die 3. Liga. Bierofka glaubt, aus seiner U21-Nachwuchstruppe könnten die neuen "Löwen" hervorgehen.

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