Nach Kontaktabbruch mit Katar: USA wollen diplomatische Spannungen in Golfregion entschärfen

Mehrere arabische Staaten kappen Beziehungen zu Katar

Jemen-Krise sind zu erwarten und Widersprüche und die Spaltung in der Region werden sich verschärfen, was der Sicherheit und Stabilität in der Region nicht dienlich sein wird. Die derzeitigen schweren Differenzen gelten vielerorts bereits als die bislang schwerste diplomatische Krise in der Region.

Eine Frau spaziert vor der Skyline in Doha.

Praktisch sämtliche arabischen Fluggesellschaften am Golf kündigten an, Katars Hauptstadt Doha von Dienstag früh an nicht mehr anzufliegen. Weitere Links zum Thema Zur Ursache der Konfrontation, die "wie aus heiterem Himmel kam", sagt Lüders: "Die meisten Beobachter sind sich einig: Das hängt zusammen mit dem Besuch des US-Präsidenten Donald Trump vor zwei Wochen in Saudi-Arabien".

Sowohl Saudi-Arabien als auch Katar sind Verbündete der USA. Auch Kuwait und die Türkei wollen vermitteln. Zudem hat nach seinen Worten Katars Herrscher in einem Telefonat mit dem kuwaitischen Regierungschef zugesagt, ein Ansprache an die Bevölkerung seines Landes zu verschieben. Zudem hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in der diplomatischen Krise zur Zurückhaltung aufgerufen.

Hochhäuser in Doha bei Nacht. Er telefonierte mit den Staats- und Regierungschefs in Katar, Russland, Kuwait und Saudi Arabien um die Spannungen zu lösen, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.

Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Ägypten und Jemen hatten zuvor alle Kontakte mit Katar abgebrochen. Als Strafe dafür schlossen sie Häfen, Flughäfen und Luftraum für katarische Transportmittel, Saudiarabien schloss die Landesgrenze, die einzige zu der Halbinsel im Golf.

Im Jahr 2022 soll die Fußball-WM in dem Emirat ausgetragen werden. Saudi-Arabien und andere Staaten werfen dem Emirat Terrorunterstützung vor. Es gilt dennoch nicht als Verbündeter des Iran, obwohl viele Katarer schiitischen Glaubens sind.

Das sunnitische Saudi-Arabien und der schiitische Iran ringen um die Vormachtstellung in der Region.

Katars Außenminister Mohammed Bin Abdulrahman Al Thani sagte im Gespräch mit dem Sender Al Jazeera, er könne sich die Eskalation nicht erklären. Sein VAE-Kollege Anwar Karkasch wiederum twitterte, der Konflikt könne nur gelöst werden, wenn sich Katars provozierende Politik ändere. Unter anderem unterhält es gute Beziehungen zu Saudi-Arabiens Erzrivalen Iran und beherbergt eine Reihe wichtiger Vertreter der Muslimbruderschaft, die von Ägypten, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten als "Terrororganisation" eingestuft wird. Sämtliche Kataris müssen innerhalb von zwei Wochen aus Saudi-Arabien, den Emiraten und Bahrain ausreisen.

Vorrat: In einem Supermarkt in Doha haben Kunden einen Einkaufswagen bis oben hin mit Trinkwasser und Lebensmitteln gefüllt. Mit Misstrauen beäugen Riad und Abu Dhabi seit Jahren die eigenständige Aussenpolitik Katars, das bei einer Bevölkerung von 1,9 Millionen nur 300'000 Bürger hat und seinen Einfluss auf Reichtum aus der Gasförderung gründete. Das Emirat hält auch Anteile am Volkswagen-Konzern. Außerdem werden vom Luftstützpunkt Al-Udeid aus Angriffe der von den USA angeführten Anti-IS-Koalition gegen die Terrormiliz im Irak und Syrien geflogen. Doch: "Das Ganze ist ein bisschen pikant, denn in Katar selbst befindet sich die größte amerikanische Militärstation in der Region mit über 10.000 US-Soldaten". Irans Außenamtssprecher Bahram Ghassemi erklärte: "Von dieser Krise hat keiner der Staaten etwas".

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