Polizei: Am Sonntag nach London-Anschlag Festgenommene wieder frei

Theresa May immer stärker unter Druck

Eine Frau tröstet in der Nähe von der London Bridge eine Freundin. Die Polizei geht davon aus, dass es keine weiteren Attentäter gab. Er habe die italienische und marokkanische Staatsbürgerschaft gehabt und sei den italienischen Geheimdiensten bekannt gewesen. Die Polizei erklärte, Khuram sei ihr und dem Geheimdienst MI5 bekannt gewesen, Hinweise auf den Anschlag habe es aber nicht gegeben. Sie waren am Sonntag im Londoner Viertel Barking festgenommen worden, aus dem zwei der drei Attentäter stammten. Butt hatte seine Gesinnung nicht verborgen und sogar in einer TV-Dokumentation mit einer IS-Fahne posiert.

Rowley sagte, Butt sei damals überprüft worden, aber die Behörden hätten keine Belege gefunden, dass er einen Anschlag plane. Der eine sei ein 27-jähriger britischer Bürger, der in Pakistan geboren wurde. Zusammen mit Khuram Butt und Rachid Redouane griff Zaghba auf der London Bridge mit einem weissen Lieferwagen Passanten an. Sieben Menschen, darunter eine Kanadierin und ein Franzose, starben, 48 weitere wurden verletzt.

Der britische Außenminister Boris Johnson zeigte in der BBC Verständnis für kritische Fragen, "wie diese Person durch unser Netz schlüpfen konnte". Er betonte aber, die Verantwortung für den Anschlag liege bei den Terroristen. Bürgermeister Sadiq Khan sagte vor Tausenden Teilnehmern, der Terror werde nicht gewinnen. Er warnte aber auch vor neuen Kürzungen bei der Polizei, wenn May die Wahl an diesem Donnerstag gewinnen sollte. Oppositionschef Jeremy Corbyn von der Labour-Partei forderte ihren Rücktritt, weil sie als Innenministerin zwischen 2009 und 2016 für den Abbau von rund 20.000 Stellen bei der Polizei verantwortlich war. Auch die britische Regierungschefin Theresa May gerät zunehmend unter Druck. Er soll in zwei Moscheen verkehrt haben und zwei Kinder haben, einen Sohn von drei Jahren und ein neugeborenes Baby. Er lebte im Ostlondoner Stadtteil Barking wie auch sein Komplize Rachid Redouane. Auch der Attentäter Salman Abedi war der Polizei bekannt.

Der Anschlag vom Samstagabend war das dritte Attentat binnen drei Monaten in Großbritannien und das zweite in London - alle drei hat der IS für sich in Anspruch genommen: In Manchester hatte im Mai ein Selbstmordattentäter nach einem Auftritt der US-Sängerin Ariana Grande 22 Menschen getötet. Die Angreifer wurden von der Polizei erschossen. 36 der Verletzten waren laut der britischen Gesundheitsbehörde NHS noch im Krankenhaus, 18 befanden sich am Dienstag noch in Lebensgefahr.

- Die Vermissten: Mehrere Menschen, die am Samstagabend in der Nähe des Tatorts gesehen wurden, werden noch vermisst. Zudem kümmerten sich Experten um die Hinterbliebenen der Todesopfer.

Am Dienstag wurde derweil in London ein 27-jähriger Mann von der Polizei festgenommen. Die pakistanischen Behörden gingen davon aus, dass Butt in Syrien als Attentäter ausgebildet wurde, sagte er. Zwei von ihnen hatte die Polizei bereits vor der Ankündigung vom Montagabend freigelassen, ohne ein Verfahren gegen sie zu eröffnen.

Related:

Comments

Latest news

London Londoner Polizei: Wir wissen, wer die Täter sind
Die britische Premierministerin Theresa May kündigte berief auch für heute Vormittag eine Sitzung ihres Sicherheitskabinetts ein. Zahlreiche Einwohner und Geschäftsleute in der britischen Hauptstadt bieten gestrandeten Menschen Übernachtungsmöglichkeiten an.

Mega Man Legacy Collection 2 angekündigt
Wily sowie ikonischen Bossen wie Air Man, Magnet Man oder Bomb Man herumschlagen muss. Für Profis hält Capcom hingegen einen Challenge-Mode mit Online-Leaderboards bereit.

London-Terror - Briten gedenken Opfer mit landesweiter Schweigeminute
Bei einer landesweiten Schweigeminute gedachten am Mittag zahlreiche Menschen in Grossbritannien der Opfer des Terroranschlags. Am Samstagabend waren drei Attentäter mit einem Lieferwagen auf der London Bridge in eine Menschenmenge gefahren.

Saarbrücker Zeitung: Roth fordert DFB-Präsident Grindel zum Handeln auf
Frankfurt/Main - DFB-Präsident Reinhard Grindel hat die Amtsführung des FIFA-Bosses Gianni Infantino kritisiert und eine konkrete Umsetzung des Reformprozesses im Fußball-Weltverband gefordert.

Nintendo Classic Mini
Die große Beliebtheit der Konsole verdeutlicht, dass Menschen auch heutzutage noch Spaß an Retrospielen haben. Hoffentlich kommt bald auch eine neue SNES und andere Konsolen wie die N64 oder die PlayStation 1 wieder auf den Markt.

Other news