Tischtennis: Tischtennis-Star Boll scheitert an Ma Long

Kristin Silbereisen

Im Doppel waren Boll und Ma Long im Achtelfinale ausgeschieden.

Ein Viertelfinale bei seiner Heim-WM gegen den aktuellen Weltmeister und Olympiasieger Ma Long aus China ist für den 36-Jährigen trotzdem noch einmal "ein Highlight", wie er selbst sagt.

Zuvor scheiterte der Weltranglistenfünfte Dimitrij Ovtcharov (Hameln/Orenburg) im Achtelfinale. Ovtcharov holte sich nach Abwehr von drei Satzbällen den ersten Durchgang noch mit 12:10 und steuerte in Satz zwei bei 6:2 und 8:6 auf das womöglich vorentscheidende 2:0 zu. "Ich bewege mich gut, das gibt mir Sicherheit", sagte Boll.

Die WM in Düsseldorf ist Geschichte, die erst 23 Jahre alte Petrissa Solja gewann im Mixed sogar die ersehnte deutsche Medaille. Bereits 2013 in Paris war für ihn im Achtelfinale gegen seinen Schulfreund Patrick Baum Schluss.

Gleichwohl bedeutete der abermalige K.o.in der Runde der besten 16 den dritten Dämpfer bei einem Jahreshöhepunkt nach dem Zweitrunden-Aus bei der WM 2015 in Suzhou und der Viertelfinal-Niederlage bei Olympia 2016 in Rio nacheinander. "Vielleicht klappt ja eine Überraschung". "Das habe ich leider nicht geschafft, das ist eine Enttäuschung". "Ich bin sehr enttäuscht, aber ich habe mir nichts vorzuwerfen", sagte der zweimalige Europameister, der zunächst schmallippig seine Niedergeschlagenheit etwas herunterzuspielen versuchte. "Aber diese WM hat wieder gezeigt: Unsere Konkurrenz vor allem in Asien ist sehr, sehr stark".

Ganz gleich, aus welcher Perspektive man diese Heim-WM betrachtet, aus der rein sportlichen oder mit Blick darauf, welche Wirkung sie auf die Zuschauer oder den Sportnachwuchs erzielt hat: Das Fazit ist immer ein "Ja, aber.". In den ersten Runden des Turniers hatte er phasenweise große Schwankungen in seinem Spiel.

"Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal gegen einen Gegner gespielt habe, der so viel riskiert und so viel getroffen hat", sagte der Deutsche.

Der erst 22 Jahre alte Niwa steht in der Weltrangliste auf Position elf und spielte von 2012 bis 2014 in der Bundesliga für den TTC Frickenhausen. "Er ist ein großes Talent".

"Dieses Spiel werde ich mein ganzes Leben nicht mehr vergessen", sagte der "Dominator" nach dem dramatischen Entscheidungssatz.

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