Alle drei London-Attentäter identifiziert

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Der dritten Attentäter von London soll ein 23-jähriger Italiener marokkanischer Herkunft sein.

Bei dem ersten Attentäter handelt es sich laut den Ermittlern um den 27-jährigen Khuram Shazad Butt, einen Briten mit pakistanischen Wurzeln. Die britischen Behörden behaupten, er sei weder der Polizei noch dem Inlandsgeheimdienst MI5 bekannt gewesen. Redouane bezeichnete sich als marokkanisch-libysch.

Am Samstagabend waren drei Männer mit einem Lieferwagen auf der London Bridge in Menschen hineingefahren und hatten anschließend Passanten und Kneipenbesucher im beliebten Borough Market mit langen Messern attackiert.

- Einzelheiten der Tat: Unklar ist unter anderem, wie viele Menschen von dem Kleintransporter angefahren und verletzt oder gar getötet wurden und wie viele Menschen Opfer der Messerangriffe wurden. Er betonte aber, die Verantwortung für den Anschlag liege bei den Terroristen.

- Die Täter: Die Polizei erschießt drei männliche Tatverdächtige am Borough Market - acht Minuten nach Eingang des Notrufs.

Am Dienstag fand um 11 Uhr Ortszeit (12 Uhr MESZ) eine landesweite Schweigeminute im Gedenken an die sieben Getöteten und dutzenden Verletzten statt. Im gesamten Land hielten Menschen inne. In der Hauptstadt versammelten sich Trauernde bei strömenden Regen auch an einem der Tatorte, der London Bridge.

Nach herben Twitter-Angriffen von Donald Trump hat der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan einen Staatsbesuch des US-Präsidenten in Großbritannien als unangemessen abgelehnt.

Derweil laufen die Ermittlungen bezüglich möglicher Hintermänner weiter. Er war verheiratet und hatte zwei Kinder. Dutzende Sicherheitskräfte in zivil durchsuchten einem Bericht der Zeitung The Telegraph zufolge am Dienstag ein Restaurant, das einem Verwandten von Khuram Butt gehört. Er ging Gelegenheitsarbeiten nach, darunter bei den Verkehrsbetrieben "Transport for London". Allerdings soll Butts Nachbarin der Polizei gemeldet haben, dass dieser versucht habe, Kinder zu radikalisieren. Alle wurden inzwischen ohne Anklage entlassen.

Im Falle von zweien der Attentäter stellt sich die Frage, ob die Polizei sie nicht im Auge hätte haben müssen.

Im März 2016 war Youssef Zaghba auf dem Flughafen von Bologna aufgehalten worden, der Stadt, aus der seine Mutter stammt. Auch ist in der Doku zu sehen, wie er sich mit einen Mitstreiter Hinrichtungsvideos des IS anschaut und sich darüber belustigt. Die Mutter war nach Bologna zurückgekehrt, Zaghba hatte sie öfters dort besucht. Ein italienisches Gericht entschied schließlich, dass nicht genügend Beweise vorlagen, um Zaghba des Terrorismus zu beschuldigen. Nach eigenen Angaben sei er "Marokkaner oder Libyer" gewesen. Trotz seiner radikalen Ansichten arbeitete er 2016 mehrere Monate für die Londoner U-Bahn. Den Behörden war er seit 2015 bekannt.

Großbritanniens Anti-Terror-Chef Mark Rowley erklärte, Butt sei damals überprüft worden. Nach dem Anschlag auf die Musikarena von Manchester hatte es in den Umfragen keinen deutlichen Trend zugunsten der regierenden Konservativen gegeben. Aber die Behörden hätten keine Belege dafür gefunden, dass er einen Anschlag plane. Choudary sitzt seit 2016 in Haft, weil er Terroristen für den IS anwerben wollte. Butt sei durch extremistische Aussagen aufgefallen, nicht durch Vorbereitung einer Tat. Das Paar lebte in Dublin, wo er als Konditor arbeitete. Zuletzt hatte sich Redouane von der Frau getrennt und wie Butt in Barking gelebt.

Auch die muslimisch-britische Gemeinschaft kommt unter Druck - und reagiert: Rund 130 Imame und andere Kleriker wollen kein Gebet für die Attentäter sprechen.

Mit einer klaren Stellungnahme reagiert hat auch die Vereinigung der britischen Muslime. Darunter sind eine 21 Jahre alte Australierin sowie ein 39-jähriger Spanier. Sie wurde von den Terroristen angefahren und starb in den Armen ihres Verlobten Tyler Ferguson auf der London Bridge. Unter den Toten sind drei Ausländer: eine 28-jährige Krankenschwester aus Australien, eine 30-jährige Kanadierin sowie ein Franzose. Als sie sah, was vor sich ging, rannte sie nicht weg, sondern an den Ort des Geschehens, um zu helfen.

Noch immer befinden sich mehr als 30 Verletzte in Krankenhäusern, 15 waren in kritischem Zustand. Das bestätigten zwei örtliche Polizeibeamte der Deutschen Presse-Agentur.

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