Börsengang Delivery Hero Von der Oranienburger Straße aufs Frankfurter Parkett

Der Lieferservice Foodora ist Teil des Delivery-Hero-Imperiums

Mehr zum Börsengang von Delivery Hero und alles rund um die aktuelle Marktlage erfahren Sie in meinem heutigen Video zu Beginn des Artikels. Der Wachstumsschub spiegelt sich auch in der Umsatzentwicklung wider: So kletterte dieser 2016 um 71% auf 347 Mio.

Für die Durchführung des IPOs auf Bankenseite hat sich Delivery Hero ausschließlich internationale Großbanken mit ins Boot geholt: Citigroup, Goldman Sachs International und Morgan Stanley agieren als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners. Zuvor hatte bereits die Restaurant-Kette Vapiano ihre Börsenpläne öffentlich gemacht. Euro einsammeln - und damit einen der größten Technologie-Börsegänge des Jahres auf dem Finanzplatz hinlegen. Nun drängt das defizitäre Startup an die Börse - mit Großaktionär Rocket Internet im Rücken. Von ihr und anderen Altaktionären hängt es ab, wie viele Anteilsscheine sie auf den Markt werfen. Mit dem Erlös aus dem Börsengang will der Konzern Schulden tilgen, ins Geschäft investieren und den Kaufpreis für die Ende Mai angekündigte Übernahme des Essens-Lieferdiensts Carriage aus Kuwait bezahlen.

Das 2011 gegründete Unternehmen ist in mehr als 40 Ländern vertreten und hat mehr als 6000 Beschäftigte. Doch verringerte sich, obwohl die Konkurrenz zu Anbietern wie Takeaway ("Lieferando") oder Deliveroo viel Geld kostet, der bereinigte operative Verlust im Vorjahr von 175 auf 116 Millionen Euro.

Für den Großaktionär Rocket Internet ist Delivery Hero ein Hoffnungsträger. Es wäre die erste Emission einer Firma aus dem Portfolio des Investors seit dessen Schritt an den Aktienmarkt im Oktober 2014.

In der Finanzgemeinde war der Börsengang schon länger erwartet worden. Der Sprung aufs Parkett soll noch in den nächsten Monaten erfolgen. Vapiano braucht rund 85 Millionen Euro für neue Lokale. Das Emissionsvolumen dürfte sich Finanzkreisen zufolge auf rund 200 Millionen Euro belaufen, der gesamte Börsenwert von Vapiano auf rund 600 Millionen Euro. Sowohl Vapiano als auch Delivery Hero nannten noch keinen genauen Zeitpunkt für die Erstnotiz. Delivery Hero liefert Menüs aus mehr als 150.000 Restaurants aus. Doch in der Regel folgt sie rund vier Wochen nach der offiziellen Ankündigung entsprechender Pläne. Auch der Recycling-Spezialisten Befesa könnte den Weg an die Börse finden. Die Beteiligungsfirma Triton habe das Unternehmen ins Schaufenster gestellt, sagten zwei mit der Sache vertraute Personen vor wenigen Tagen der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach sollen noch im Sommer Anteile im Wert von 450 bis 500 Millionen Euro inklusive neuer Aktien im Wert von 100 Millionen Euro an die Frankfurter Börse gebracht werden. Darüber hinaus könnten die Altaktionäre weitere Aktien ausgeben.

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