Boykottiert der Weltmeister die WM 2022 in Katar?

Katar-Isolation Die FIFA hält sich bedeckt

"Es fällt DFB-Chef Grindel etwas spät ein, dass Katar als Austragungsort einer WM mehr als zweifelhaft ist", sagte Nouripour der "Heilbronner Stimme" (Mittwochsausgabe). Das Turnier findet jeweils ein Jahr vor der WM als Probelauf im Land des Ausrichters statt, am 17. Juni beginnt der Confed Cup in Russland, an dem der DFB mit einem Perspektivkader teilnimmt. "Herr Infantino muss jetzt in vielerlei Hinsicht das Zeichen setzen, dass er vom Reformprozess nicht nur spricht, sondern ihn auch tatsächlich mit Inhalten und Leben füllt", sagte Grindel im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagausgabe). In Katar aber steht die WM 2022 an. Die Regierung in Doha unterstütze wie den "Islamischen Staat" und die "Muslimbrüder", lautet die Kritik. Sie forderten Bürger des Emirats auf, in spätestens 14 Tagen auszureisen, wie der mit saudi-arabischen Geldern finanzierte TV-Kanal Al-Arabija meldete. Katars Nachbarländer Saudi-Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Ägypten hatten am Montag die diplomatischen Beziehungen zu dem Emirat abgebrochen und die Grenzen geschlossen.

Die 64-Jährige begründete ihre Meinung mit einem politischen Vergleich. "Schließlich wurde auch an Russland als Ausrichter der nächsten WM nicht gerüttelt, obwohl die völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Russland und der nach wie vor schwelende Ukraine-Konflikt ebenso Anlass zu einem Umdenken hätten sein können", sagte Freitag.

Bedeckt hielt sich die FIFA. Man sei in regelmäßigem Kontakt mit dem Organisationskomitee. Ansonsten gebe es im Moment zu dieser Angelegenheit "keinen Kommentar". Reinhard Grindel, Präsident des Deutschen Fußballbundes (DFB), ist sich nicht mehr sicher, ob Katar der richtige Ort für den Weltfußball ist: "Ganz grundsätzlich sollte sich die Fußballgemeinschaft weltweit darauf verständigen, dass große Turniere nicht in Ländern gespielt werden können, die aktiv den Terror unterstützen", sagte er. Das gefährde die Stabilität in der Region.

Grindel kündigte an: "Wir werden uns über die neue, komplexe politische Lage in der Region und speziell in Katar zunächst mit der Bundesregierung austauschen".

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