Nach Sieg in Relegation Mario Gomez singt Schmählied über sich selbst

Thomas Tuchel afp

Spieler, Manager Olaf Rebbe (39) und Mario Gomez selbst schmettern: "Mario Gomez ist ein Hurensohn!" Nach Spielende stürmten mehrere hundert Braunschweiger Fans den Platz und zündeten auch dort Bengalos. "Ich kann prinzipiell mit Hass im Fußball nichts anfangen". Sie nehmen den Wolfsburgern im Relegationsrückspiel die Chance, mit ihren Fans den knappen 1:0-Sieg durch das Tor von Vieirinha (49.) und damit den Verbleib in der Liga zu feiern.

Ein Ordner musste ärztlich versorgt werden, nachdem er von einem Feuerwerkskörper getroffen wurde.

Nach dem Klassenerhalt hat der VfL Wolfsburg eine irre Party im Mannschaftsbus gefeiert. Vor ein paar Tagen haben wir uns wieder alle in den Armen gelegen und geheult, weil in Manchester schon wieder etwas Tragisches passiert ist. Bei diesen Planungen ist einiges zu tun, der VfL steht vor einem Umbruch. "Natürlich kann es so nicht weitergehen". Ein neuer Trainer etwa ist offenbar nicht nötig: Andries Jonker bestätigte in der ARD, dass er Chefcoach bleibt. Er habe mit dem VfL eine Fortsetzung der Zusammenarbeit vereinbart, verkündete er in Braunschweig.

Vor 23.000 Zuschauern im ausverkauften Eintracht-Stadion, unter ihnen auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, genügte den Wölfen für den Erfolg eine Leistung, die die verkorkste Spielzeit mit drei Trainern und zwei Sportdirektoren gut widerspiegelte. Zu Personalien wollte er sich aber (noch) nicht äußern.

Die Mannschaft wird sich großflächig verändern. Profis wie Ricardo Rodriguez oder Luiz Gustavo werden den Klub wohl verlassen. "Der Verein darf sich das Recht herausnehmen, jeden Spieler zu hinterfragen", sagte der Angreifer.

Die unausweichliche Frage zu seiner Zukunft wollte der 31-Jährige nach dem geglückten Klassenerhalt daher nicht vorschnell beantworten. Der Stolz darüber, im entscheidenden Moment Charakter gezeigt zu haben, dürfte nur einen Abend währen - bald werden beim VfL etliche Dinge ins Rollen geraten. "Dann freue ich mich, dann ist es wunderschön, dann hat es sich gelohnt, dass wir ihn geholt haben", sagte Gomez. Solche Ziele lassen sich nach der gerade beendeten Saison kaum formulieren. Sein Vertrag läuft bis 2019, enthält jedoch eine Ausstiegsklausel (10 Mio Euro). Gut möglich, dass einige, die diesen Satz sagten, in der kommenden Saison gar nicht mehr da sein werden.

Didavi würde sich künftig an Vereinen wie dem SC Freiburg, dem 1. FC Köln oder der TSG Hoffenheim orientieren.

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