Schießerei in iranischem Parlament und Chomeini Mausoleum

Schießerei in iranischem Parlament und Chomeini Mausoleum

Teheran - Im iranischen Parlament sind Medienberichten zufolge Schüsse gefallen und mehrere Menschen verletzt worden. Wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, werden vier Personen in den oberen Stockwerken des Parlamentsgebäudes als Geiseln festgehalten.

Die IS-Dschihadisten haben sich zu den Attacken auf das iranische Parlament und das Khomeini-Mausoleum in Teheran bekannt.

Zwei Attentäter, darunter mindestens eine Frau, sprengten sich nach Medienberichten am Grabmal im Süden der Stadt in die Luft. Drei bewaffnete Männer drangen laut übereinstimmenden Berichten in das Mausoleum ein und begannen, auf die dort Betenden zu schießen. Der IS erklärte, an diesem Anschlag seien zwei Kämpfer beteiligt gewesen. Bei den koordinierten Angriffen mit drei Selbstmordattentätern wurden mindestens fünf Menschen getötet. Weitere Angreifer schossen mit Maschinengewehren um sich. Mindestens 35 Menschen wurden laut den Rettungskräften verletzt, von denen zwei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlagen.

Die IS-Miliz hatte dem Iran wiederholt mit Angriffen gedroht. Im März veröffentlichte die sunnitische Extremistengruppe ein Video auf Persisch, in dem sie drohte, den Iran zu erobern und "der sunnitischen muslimischen Nation zurückzugeben". Es gab immer wieder Drohungen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und anderer sunnitischer Extremistengruppen gegen den Iran, doch verübten sie bisher keine größeren Anschläge im Land. Die Nachrichtenagentur berief sich auf einen Informanten an Ort und Stelle, verwies aber zugleich darauf, dass die Angaben nicht durch Sicherheitskreise bestätigt worden seien. Ein Kommando der Revolutionsgarden, der iranischen Eliteeinheit, habe einen der Angreifer getötet, meldete Tasnim weiter. Die Nachrichtenagentur ISNA meldete unter Berufung auf einen Abgeordneten, alle Türen des Parlamentes seien geschlossen worden, ein Angreifer sei von Sicherheitskräften umzingelt. Einer sei mit einer Pistole, die beiden anderen seien mit Sturmgewehren des Typs AK-47 ("Kalaschnikow") bewaffnet gewesen.

Am Mausoleum Chomeinis eröffnete der Agentur Fars zufolge ein Mann das Feuer und verletzte mehrere Menschen.

Ayatollah Ruhollah Khomeini startete im Jahr 1979 die islamische Revolution im Iran. Ajatollah Ruhollah Chomeini ist der Gründer der Islamischen Republik und ihre erster Herrscher. Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Khamenei warf dem Westen dabei vor, eine verfehlte Strategie gegen Jihadisten zu verfolgen. Im Gedränge um seinen Sarg kamen damals mehrere Menschen ums Leben. Zweifel gab es zuletzt etwa an der von Amaq reklamierten Urheberschaft eines Angriffs auf ein Casino in der philippinischen Hauptstadt Manila mit 36 Toten.

Der Iran spielt auch eine Rolle in der gegenwärtigen Krise um den Golfstaat Katar. Terroristen hätten die Attentate verübt, sagte das Geheimdienstministerium am Mittwoch dem staatlichen Fernsehen zufolge. Der Iran sieht sich als eigentliches Ziel des Vorstoßes der arabischen Staaten und die USA als Strippenzieher, zumal er kurz nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in Saudi-Arabien folgte.

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