Täter fühlte sich durch Kinderspiel gestört

Asylunterkunft

Bei einem tragischen Zwischenfall in einem Asylbewerberhim in Arnschwang hat ein 41-jähriger Mann einen fünfjährigen Jungen und dessen Mutter mit einem Messer attackiert und den Jungen dabei tödlich verletzt. So scheint es jetzt, dass der Täter sich durch das spielende Kind "in seiner Ruhe gestört" fühlte.

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei bestand zwischen der Frau und dem Täter außer der Nachbarschaft keinerlei Vorbeziehung. Die Frau gab zudem an, dass es bereits mehrfach dazu gekommen sei, dass der Täter sich durch die Kinder in seiner Ruhe gestört fühlte. Die 3D-Rekonstruktion soll Aufschluss darüber geben, was am späten Samstagnachmittag in der Flüchtlingsunterkunft passiert ist und warum der fünfjährige Bub sterben musste. Die Mutter wurde schwer verletzt, der zweite, sechsjährige Sohn blieb unverletzt. Der Angreifer wurde von einem Polizisten erschossen (die OÖNachrichten haben berichtet). Dem fünfjährigen Jungen fügte er schwerste Schnittverletzungen am Hals zu, an denen er trotz ärztlicher Hilfe verstarb.

"Im Nachgang zu den tragischen Ereignissen in einer Asylbewerberunterkunft in Arnschwang fanden weitere kriminalpolizeiliche Ermittlungen durch die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg und das Bayerische Landeskriminalamt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Regensburg statt".

Die Vernehmungen weiterer Bewohner der Unterkunft, von denen mindestens vier die Tat als Zeugen mitbekommen haben, werde nun nach und nach durch die Ermittler der Kripo Regensburg abgearbeitet, teilt die Polizei mit.

Der 41-jährige Täter hatte wegen einer vorangegangenen Verurteilung eine elektronische Fußfessel getragen. Der sechs Jahre alte Bruder des getöteten Kindes sah die Szene mit an und erlitt einen schweren Schock.

Die Freiheitsstrafe von fünf Jahren und zehn Monaten verbüßte er bis Jänner 2015 vollständig. Doch er hatte sich rechtlich dagegen gewehrt, so dass 2014 ein Abschiebeverbot ausgesprochen worden war. Als konvertierter Christ drohe ihm Gefahr in Afghanistan, erklärte er damals. Es sei den Menschen im Land nicht zuzumuten, "mit der Gefahr solcher Straftäter zu leben".

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