Tennis: Gigantenduell geplatzt: Titelverteidiger Djokovic verpasst Paris-Halbfinale gegen Nadal

David Goffin musste verletzungsbedingt aufgeben

Dominic Thiem hatte es in der Früh eilig gehabt, sich warm zu machen, war einige Minuten vor der eingetragenen Trainingszeit auf dem Suzanne Lenglen erschienen. Ansonsten wird ihn erneut Novak Djokovic von einem Turnier verabschieden. Zusatz: "Aber ich glaube nicht, dass das eine große Rolle spielen wird".

Im vergangenen Mai war Thiem in der Vorschlussrunde des bedeutendsten Sandplatzturniers ausgerechnet an Djokovic gescheitert - und zwar klar in drei Sätzen.

Drei Stunden haben Dominic Thiem und Novak Djokovic bei Regen und starkem Wind gewartet. Der Serbe war der Letzte der aktuellen Top 5 im ATP-Ranking, der ihm auf seiner Abschussliste noch gefehlt hat: Gegen Roger Federer (2 Siege), Rafael Nadal (2), Andy Murray (1) und Stan Wawrinka (1) hat er davor schon zumindest je einmal gewonnen. Er gab dabei 22 Games ab, so wenige wie noch nie bei einem Grand-Slam-Turnier auf dem Weg in den Halbfinal. Damals hatte der 12-fache Major-Champion vornehmlich auf Quote serviert, diesmal versuchte er, ab und zu den direkten Punkt zu machen.

Der Favorit am Dienstag ist Djokovic, obwohl sich dieser weit mühevoller in die Runde der letzten acht gekämpft hat. Jetzt bin ich das erste Mal in guter Form und in guter körperlicher Verfassung. "Ich bin bis jetzt zufrieden, aber in zwei Tagen wird es richtig interessant".

Das nötige Selbstvertrauen hat der Niederösterreicher.

Am zweiten Turniermontag gab es sogar den ersten "Wash out" der French Open seit 16 Jahren - was bedeutet, dass wegen der Regenfälle überhaupt nicht gespielt werden konnte. In Runde vier gegen Horacio Zeballos feierte er seinen 33. Nadals Viertelfinale endete beim Stand von 6:2, 2:0 wegen einer Bauchmuskelzerrung seines verletzten Landsmanns Pablo Carreno Busta. "Das wäre fatal." Mit der Wucht seiner Schläge kam in Paris bisher noch kein Gegner zurecht. "Er spielt ihm den 'Mörderdrall' auf die Rückhand hin, da schaut jeder patschert aus", meinte Coach Günter Bresnik zur APA dazu.

Mit Djokovic wartet nun eine Riesenaufgabe. "Das ist kein schönes Bild dieser Legende", sagte der ernüchterte Eurosport-Experte Boris Becker über die Endphase der 6:7 (5:7), 3:6, 0:6-Pleite seines ehemaligen Schützlings Djokovic. "Dominic ist einer der besten Spieler der Welt, auf allen Belägen, aber auf Sand besonders".

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