Terroralarm bei "Rock am Ring": Polizei durchsucht drei Wohnungen

Während des Auftritts der US-amerikanischen Metal Band

Beim Festival "Rock am Ring" am Nürburgring in der Eifel gab es am Freitag einen Terrorverdacht. Jetzt wurden neue Details über die Männer bekannt, die die Sicherheitsbehörden in Alarmbereitschaft versetzten.

Zur Zukunft von "Rock am Ring" sagte Lieberberg: "Die Bedeutung der Musikkultur in unserer Gesellschaft wächst und die Menschen wollen und werden sich die Freiheit nicht nehmen lassen". Doch die Ermittlungen verliefen ergebnislos. Die beiden Helfer und ein dritter Mann aus Hessen wurden vorübergehend festgenommen. Bei seinem Zwillingsbruder hatten sich Anhaltspunkte dafür ergeben, dass er vor seiner Flucht nach Deutschland noch in Syrien zu den Terrorgruppen IS und Ahrar al-Sham gehört haben könnte. Sein Bruder sitzt derzeit in Freiburg eine Haftstrafe wegen Drogenhandel ab.

() Die Terrorangst hat in diesem Jahr auch den Nürburgring erfasst: Das dreitägige Musikfestival "Rock am Ring" war dort am Freitagabend wegen einer Terrorwarnung unterbrochen und erst am Samstagmittag fortgesetzt worden.

Besucher des Musikfestivals "Rock am Ring" feiern vor der Bühne. Die Männer seien bei einer Verkehrskontrolle am Donnerstag Abend bei Koblenz aufgefallen.

Die Männer hätten "All Area"-Bändchen getragen und damit uneingeschränkten Zugang zum Festivalgelände gehabt". Auslöser für den Alarm seien Unstimmigkeiten zwischen den registrierten Namen und den tatsächlichen Personen auf Zugangsausweisen für sicherheitsrelevante Bereiche gewesen, teilten die Ermittler mit. Die Befürchtung: Die drei könnten ein Attentat geplant haben.

Nach Angaben von "Osthessen News" brachen Spezialkräfte des SEK Kassel und Beamte der Kriminalpolizei Fulda die Tür eines Einfamilienhauses im Fuldaer Stadtteil Galerie auf. Die Entscheidung, dass die Hausanschrift in Fulda durchsucht wurde, ist absolut nachvollziehbar und berechtigt, zumal einer der Tatverdächtigen dort gemeldet war, obwohl er schon lange nicht mehr dort wohnte. Beweismittel seien aber nicht gefunden worden. Die drei vorläufig festgenommenen Männer seien am Samstagmorgen aber wieder auf freien Fuß gekommen, da sich der Verdacht nicht erhärtet habe. Später habe sich herausgestellt, dass die Männer von einem kurzfristig zur Aushilfe eingesetzten Frankfurter Subunternehmer an den Ring geschickt worden seien. Außerdem werden beschlagnahmte Gegenstände ausgewertet. Als sich herausstellte, dass die Männer auch Kontakte zur salafistischen Szene in Hessen hatten, gab die Polizei die Terrorwarnung heraus und unterbrach das Festival. Knapp 90.000 Menschen mussten das Gelände am Nürburgring verlassen.

Lieberberg hatte in einer Pressekonferenz am Freitagabend die Behörden für die Unterbrechung kritisiert, zugleich forderte er von der muslimischen Gemeinschaft Demonstrationen gegen den Terror.

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