Trainer Peter Bosz soll BVB in ruhigere Zeiten führen

Peter Bosz

Bosz passt in das Anforderungsprofil der Borussia. Und ob er in Dortmund wirklich besser mit seinen Vorgesetzten klar kommt, als der eigenwillige Tuchel, ist keineswegs sicher. Nach dem Scheitern der Verhandlungen um eine Freigabe von Lucien Favre (Nizza) war Peter Bosz der Favorit. 23 Minuten beantwortet der neue Trainer von Borussia Dortmund die Fragen von deutschen und niederländischen Journalisten. "Peter!", antwortete Bosz und lächelte breit.

Daher ist auch beim BVB das Lächeln zurück.

Kurz nachdem Ajax Amsterdam jüngst das Europa-League-Finale gegen Manchester United verlor, schwor Trainer Peter Bosz seinem Klub noch die Treue: "Ich habe vor einem Jahr einen Dreijahresvertrag unterschrieben und bewusst auf eine Ausstiegsklausel verzichtet". Was ihn zuversichtlich stimme, dass die Chemie dieses Mal stimmen werde, wurde Watzke gefragt. Er habe von Beginn an "ein gutes Gefühl" in den Gesprächen gehabt, berichtete Watzke, der glaubt, dass hier "etwas zusammen wachsen kann". "Ich würde die Wahrscheinlichkeit als sehr hoch einschätzen", kommentierte Watzke voller Hoffnung auf ein harmonischeres Miteinander.

Nach der langen und schlagzeilenträchtigen Fehde mit Tuchel, die vor einer Woche trotz aller sportlichen Erfolge zur vorzeitigen Trennung nach nur zwei Jahren Amtszeit geführt hatte, sehnt sich der BVB nach mehr Ruhe. Wie der "Kicker" berichtete, musste die Borussia weit weniger als die zunächst kolportierten fünf Millionen an Ablöse zahlen, das Fachblatt nennt als Betrag drei Millionen.

Bosz: "Ich bin stolz, dass ich für so einen großen Verein arbeiten darf". Peter Bosz: "Der BVB gehört zu den zehn größten Klubs in Europa". Bosz weiter: "Ich bin überzeugt, dass es der richtige Schritt für mich ist". Der BVB gehört zu den zehn größten Klubs in Europa - eine junge Mannschaft, die Gelbe Wand, das ist legendär. Bosz soll die junge Elf weiter fördern, natürlich erfolgreich sein und am liebsten gleich Titel einsammeln. Der neue Trainer kommt dem Ideal des BVB sehr nahe. "Die Art und Weise, wie er die Mannschaft spielen lässt, ist nicht komplett unähnlich von der, wie wir als Verein und die Fans das sehen wollen", befand Borussia-Sportdirektor Michael Zorc.

Wie seine Trainer-Vorbilder Johan Cruyff und Pep Guardiola bevorzugt der achtmalige holländische Nationalspieler Bosz eine schnelle, mutige Spielweise. Nach seinem Amtsantritt bewies der 53-Jährige vor allem ein Geschick im Umgang mit Talenten. In der vorigen Saison wurde ganz klar die direkte Qualifikation für die Champions League zum Ziel erklärt, nun sagte Bosz: "Ich will erfolgreich sein und guten Fußball spielen". Nach niederländischen Medienberichten verließ er Ajax im Unfrieden. Der wichtigste Grund für den Wechsel des Fußballlehrers soll ein Konflikt im Trainerstab von Ajax Amsterdam sein.

Bosz, der vorerst nur seinen Assistenten Hendrik Krüzen mit nach Dortmund bringt, schloss mit einer Aussage zum Kader. Nach nur einem halben Jahr wechselte Bosz aber schon nach Amsterdam, weil man ein Ajax-Angebot, wie er sagte, "nur einmal im Leben bekommt". Doch die Amsterdamer Clubleitung unter Direktor Edwin van der Sar soll sich geweigert haben, sich im Assistenten-Streit eindeutig hinter Bosz zu stellen.

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