Trump soll nicht nur Comey unter Druck gesetzt haben

In der Russland-Affäre soll Donald Trump neben Ex-FBI-Chef Comey auch andere Geheimdienstleute unter Druck gesetzt haben

Darin soll Comey aussagen, ob US-Präsident Donald Trump ihn bezüglich der anhaltenden Ermittlungen zu Russland-Kontakten seines Wahlkampfteams zu beeinflussen versuchte. Das berichtete die "Washington Post" am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf anonyme Quellen im Regierungsapparat.

Für die für Donnerstag angesetzte Anhörung Comeys durch den Geheimdienstausschuss des Senats wird erwartet, dass er über seine Gespräche mit Trump berichten wird. Entsprechende Aufzeichnungen habe Coats an Vertraute weitergereicht, heißt es weiter. Anschließend sei es zu der Bitte gekommen.

Ein Sprecher von Coats sagte der Zeitung, der Geheimdienstchef habe sich "zu keiner Zeit unter Druck gesetzt gefühlt". Von den Senatoren befragt werden der Nationale Geheimdienstdirektor Dan Coats, der Chef des Geheimdienstes NSA, Mike Rogers, der amtierende Direktor der Bundespolizei FBI, Andrew McCabe, und Vizejustizminister Rod Rosenstein.

Bei der Anhörung im Geheimdienstausschuss des Senats geht es allgemein um die Überwachung von US-Bürgern, denen Spionage vorgeworfen wird.

Vor der Aussage Comeys wünschte US-Präsident Donald Trump diesem viel Glück. Zudem soll Comey zu Behauptungen aussagen, dass Trump von ihm die Einstellung der Ermittlungen gegen den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater Flynn gefordert habe.

In der Russland-Affäre soll es einem Bericht des Senders "ABC News" zufolge auch zum Streit zwischen Trump und Justizminister Jeff Sessions gekommen sein. Der Justizminister galt lange Zeit als treuer Wegbegleiter Trumps, der ihm vor allem im Wahlkampf stets zur Seite stand.

Sessions selbst musste sich bereits aus den Russland-Ermittlungen zurückziehen, weil er undokumentierte Treffen mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, abgehalten hatte.

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