Uber entlässt 20 Mitarbeiter nach Sexismus-Ermittlungen

Nach Ermittlungen hat der Fahrservice Uber laut einem Bericht 20 Mitarbeiter entlassen. Quelle AP

Der Fahrdienst-Vermittler Uber hat nach Ermittlungen zu Vorwürfen von Sexismus und systematischer Diskriminierung nach Medienberichten rund 20 Mitarbeiter entlassen.

San Francisco Der Fahrdienst-Vermittler Uber prüft derzeit 215 Beschwerden wegen Sexismus und Diskriminierung.

Das wegen seiner aggressiven Firmenkultur und Wachstumsstrategie umstrittene Unternehmen steht auch wegen rechtlicher Konflikte unter Druck.

Insgesamt seien bei der Untersuchung 215 Fälle geprüft worden, schrieben unter anderem der Finanzdienst Bloomberg, das "Wall Street Journal" und die "Financial Times" am Dienstag.

Als Konsequenz hat Uber 20 Mitarbeiter entlassen, sieben wurden verwarnt, 31 müssen Schulungen besuchen.

Die Ermittlungen waren eingeleitet worden, nachdem eine ehemalige Programmiererin des Fahrdienst-Vermittlers in einem Blogeintrag von einer Unternehmenskultur voller Diskriminierung und Missmanagement berichtet hatte. Bei 100 weiteren seien nach Ansicht von Uber keine Schritte nötig. Dabei ging es unter anderem um 54 Fälle von Diskriminierung, 47 Fälle von sexueller Belästigung, 45 Beschwerden über unprofessionelles Verhalten sowie um 33 Fälle von Mobbing. Hinweise an zuständige Manager seien folgenlos geblieben. So wirft etwa die Google-Schwesterfirma Waymo Uber in einer Klage vor, bei ihr gestohlene Roboterwagen-Technologie zu nutzen.

Im ersten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar.

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