Berichte: Sechs Terroristen nach Doppelanschlag in Teheran getötet

Die Extremistenmiliz Islamischer Staat hat die Angriffe für sich beansprucht

Demnach haben IS-Kämpfer das Mausoleum des verstorbenen Revolutionsführers Ruhollah Chomeni sowie das Parlament im Herzen Teherans gestürmt.

Dass die Opferzahl nicht noch viel höher ausfiel, könnte daran liegen, dass den Terroristen die Ortskenntnis fehlte, spekulieren iranische Agenturen. Die Nachrichtenlage ist insgesamt eher unübersichtlich, da der Iran und insbesondere die Hauptstadt Teheran sehr abgeschottet sind.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die Angriffe am Vormittag für sich reklamiert.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Angriffe für sich, wie die auf dschihadistische Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group unter Berufung auf das IS-Sprachrohr Amak meldete. Andere schrieben, die Angreifer seien noch im Parlamentsgebäude und hätten sogar Geiseln genommen. Vier Männer hatten sich laut iranischem Innenministerium als Frauen verkleidet ins Parlament geschlichen. Im Parlament tagten zu dieser Zeit gerade die Abgeordneten.

Das Parlament im Zentrum der iranischen Hauptstadt besteht aus mehrere Gebäuden, die durch Gärten verbunden sind. Die Nachrichtenagentur Tasnim meldete, ein Mann habe auf der Straße vor der Madschlis das Feuer eröffnet, sei aber von den Schüssen der Polizei gezwungen worden, wieder in das Parlament zurückzukehren.

Beim Angriff auf das südlich von Teheran gelegene Khomeini-Mausoleum sei ein Gärtner getötet worden, als mehrere Angreifer durch den westlichen Eingang in das Grabmal stürmten. Das iranische Fernsehen berichtete auch von einem Selbstmordanschlag, die Nachrichtenagentur Tasmin von einer Geiselnahme.

Wer hinter den Angriffen steckte, war unklar. Darunter sei eine Attentäterin gewesen, die sich außerhalb des riesigen Komplexes in der Ebene südlich der Stadt in die Luft gesprengt habe, berichtete Isna.

Polizisten stehen vor dem Mausoleum des verstorbenen Revolutionsführers Ruhollah Chomeini. Ein weiterer Angreifer zündete seinen Sprengstoffgürtel in einem Bürogebäude des Parlaments, wo sich die Angreifer verschanzt hatten. Die Angaben konnten bisher nicht durch unabhängige Quellen bestätigt werden.

Gleichzeitig sollen drei Angreifer in das Mausoleum des Revolutionsführers Imam Khomeini bei Teheran eingedrungen sein. Ajatollah Ruhollah Chomeini ist der Gründer der Islamischen Republik und ihre erster Herrscher. Bislang gibt es laut Medienberichten acht Tote und mehr als 35 Verletzte. Dort befinden sich neben dem mächtigen Schrein mit seinen 91 Meter hohen Minaretten auch eine Universität und ein Einkaufszentrum. Zwar sind im Nordwesten kurdische Rebellen sowie in der südöstlichen Provinz Sistan und Belutschistan sunnitische Separatisten aktiv, doch verüben sie nur selten Angriffe in den Großstädten. Auch der iranische Ableger der Kurdenorganisation PKK verübt im Iran Angriffe. Im März veröffentlichte sie ein Video, in dem sie sich an die sunnitische Minderheit des Landes wendet und diese auffordert, gegen die schiitische Mehrheit aufzubegehren. Seitdem sind vier Ausgaben des Propagandamagazins Rumiyah auf Persisch erschienen.

Der Iran unterstützt im syrischen Bürgerkrieg Machthaber Baschar al-Assad sowie schiitische Milizen im Irak.

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