Coach Bosz beim BVB unter Erfolgsdruck

Peter Bosz soll in Dortmund als Trainer übernehmen

Insofern ist die Sehnsucht greifbar nach ruhigen Zeiten, in denen über nichts anderes debattiert wird als über das Geschehen auf dem Rasen. "Peter!", antwortete Bosz und lächelte breit. Und in fast perfektem Deutsch zeigte sich der Coach voll Vollfreude auf die neue Aufgabe: "Ich bin Stolz, dass ich für einen so großen Verein arbeiten darf". "Ich bin überzeugt, dass es der richtige Schritt für mich ist". Die Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit. "Entscheidend war neben den sportlichen Ambitionen, dass wir gleich das Gefühl gehabt haben, dass hier etwas zusammenwachsen kann", sagte der Geschäftsführer. Das hatte Dortmunds Sportdirektor zuvor ausdrücklich im Anforderungsprofil verankert, nachdem Ex-Trainer Thomas Tuchel auch daran gescheitert war, sich der Borussia mit Haut und Haaren zu verschreiben.

Mit seinen Spielern soll er sich jedoch immer gut verstanden haben.

Es wurde viel spekuliert rund um die Trainerfrage beim Bundesligisten Borussia Dortmund. Die Ablöse soll zwischen drei und fünf Millionen Euro liegen.

Demnach habe Bosz das Angebot aus Dortmund ursprünglich nicht annehmen wollen. Sechs Spieler in der Startelf waren 21 Jahre alt oder jünger, Matthijs de Ligt war mit 17 Jahren der jüngste Spieler in einem Europacup-Finale. Diese Vorlieben kamen der BVB-Philosophie am nächsten.

Der BVB will ein Ausbildungsverein bleiben. Ähnlich wie sein Vorgänger Thomas Tuchel scheint auch er wenig pflegeleicht. Es kann auch als Spitze gegen Tuchel verstanden werden, dem Watzke in einem offenen Brief indirekt Vertrauensbruch und einen Mangel an Loyalität vorgeworfen hatte - konkret ging es bei dem Zwist um die Ansetzung des Champions-League-Viertelfinales gegen AS Monaco nur einen Tag nach dem Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus. "Über alles weitere werde ich mit den Herren Watzke und Zorc sprechen". "Dafür", ergänzte Watzke, "gibt es nie eine komplette Garantie. Unsere Gespräche waren von großer Wertschätzung und Respekt geprägt". Der Vorstand war erst in letzter Minute über die Situation informiert worden, der Einsatz für Bosz kam aber zu spät. "Ich war auf dem Platz ein Zerstörer, aber das macht mir als Trainer keinen Spaß", bekannte der ehemalige defensive Mittelfeldspieler unlängst in der englischen Zeitung "Guardian". "Das gelingt nicht mit negativem Fußball". Ich will auf der Bank einen lustigen Nachmittag erleben, die Fans sollen das auch. Setzt der neue Mann das um, dürfen sich die Anhänger auf vergnügliche Zeiten freuen.

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