Die Herausforderungen beim Formel-1-GP in Montréal

Mercedes versteht das eigene Formel-1 Auto nicht mehr

Jordan wiederum behauptet, er habe in Monte Carlo ausführlich mit Daimler-Chef Dieter Zetsche über seine Theorie gesprochen und dieser habe die Ausstiegsthese nicht dementiert.

Der 69-jährige Jordan hatte seine Vermutungen im Anschluss an den Großen Preis von Monaco geäußert. Immer mal wieder schlägt Eddie Jordan (der auch veritabel Schlagzeug spielt) seitdem verbal kräftig auf die Pauke - mal liegt er mit seinen Überlegungen richtig, häufiger aber auch vollkommen daneben.

Montreal ist am Sonntag Schauplatz des siebenten Saisonrennens in der Formel 1. "Ich denke, sie werden dieses und nächstes Jahr um beide Titel fahren, und dann wird der Vorstand in Stuttgart entscheiden, das Team zu verkaufen und nur noch als Motorenhersteller zu bleiben". Spekulationen über die Zukunft des Ferrari-Stars sorgen jedoch für Unruhe.

Jordan wurde nicht einmal direkt mit dieser These konfrontiert.

"Angesichts des Streckenverlaufs könnte es für uns ein kniffliges Rennen werden", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff vor dem siebten Saisonlauf. Mit weniger gewählten Worten: Es handelt sich um ziemlichen Schwachsinn.

Wolff sprach nun von den "mutwilligen Spekulationen einer Einzelperson". Wie die "tz" und "AutoBild" vermelden, soll nach seinen Informationen Mercedes der Königsklasse nach der Saison 2018 den Rücken kehren, zumindest teilweise. Deutliche Worte, die keinen Interpretationsspielraum zulassen. "Wir wissen, dass diese Saison ein Marathon und kein Sprint ist". Offenbar vermutete Jordan, Mercedes werde sich aus der Formel 1 verabschieden, um die Ingenieurs-Kräfte im Engagement in der Elektroserie zu bündeln - die Teilnahme in der Formel E erscheint aus marketingtechnischer Sicht sinnvoll.

Wolff erklärte Mercedes aktuell zum Außenseiter. Er glaubt, dass sich Mercedes anschließend nur noch auf sein altes Kerngeschäft in der Formel 1 beschränken wird: Als Motorenlieferant Antriebe entwickeln und an andere Teams liefern.

Jordan dürfte sich über so starken Gegenwind nicht grämen. Weil er bei Ferrari alles hat, was er braucht.

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