Incirlik: Gabriels Misserfolg in Ankara

Ein Techniker wartet einen deutschen Tornado auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik

Auf der Basis sind rund 260 deutsche Soldaten stationiert.

Die deutsche Verteidigungsministerin fügte hinzu, dass das Kabinett am Mittwoch den endgültigen Schritt "diskutieren und entscheiden" wird. "Mit dem Flughafen Al-Asrak haben wir eine vergleichbare Alternative gefunden", sagte die Verteidigungsministerin, sie habe sich bei einem Besuch in Jordanien im Mai selbst davon überzeugen können. Ungefähr zehneinhalb Stunden dauert es, errechnet Google Maps, um mit dem Auto vom alten zum neuen Luftwaffenstützpunkt der Bundeswehr im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu fahren. Und es würde die Drahtzieher des gescheiterten Putsches vom Juli letzten Jahres decken. Die hochauflösenden Bilder von potenziellen Angriffszielen, die dabei aufgenommen werden, werden noch während des Flugs an die Bodenstation in Incirlik geschickt und dort ausgewertet.

Zwar zählt die Allianz nun 29 Mitglieder.

Transportiert werden müssen bei einem Abzug auch etwa 10 000 Tonnen Material, das in rund 200 Containern gelagert ist. Hinzu kommt, dass Deutschland zunehmend isoliert scheint. Bei den Tornados, an deren Einsatz sehr viel Aufklärungs- und Auswertungstechnik hängt, ist von "plus/minus zwei Monaten" die Rede.

Ob der Beschluss tatsächlich schon am Mittwoch fällt, ist allerdings nicht sicher, denn Details der Verlegung seien doch komplexer als ursprünglich angenommen, hieß es am Dienstag in Berlin.

Die Entscheidung, deutsche Soldaten nach Jordanien zu verlegen, wird vom Bundestag getragen. Gabriel hat sich dennoch dafür ausgesprochen.

Eine Verlegung der Bundeswehr sei ohne neues Mandat nicht möglich, sagte die Linken-Außenpolitikerin Sevim Dagdelen der FR. Aus politischen Gründen wird die Regierung den Bundestag aber wohl trotzdem einschalten. Ein letzter Einigungsversuch des SPD-Politikers in Ankara scheiterte am Montag. Zu diesem haben Bundestagsabgeordnete weiterhin freien Zugang, um dort stationierte Bundeswehrsoldaten zu besuchen. CDU, CSU, SPD und Grüne sind für einen Abzug.

Gespräche über Besuche bei Bundeswehrsoldaten gescheitert.

Militärexperten halten Incirlik nicht zuletzt wegen seiner Lage für einen geradezu idealen Standort. Doch Konya ist eben nicht Incirlik. Der Einsatz ist nach wie vor umstritten, nach den Anschlägen in Paris wollte man sich der Bitte der Franzosen um Unterstützung aber nicht entziehen.

Der Grund für die Verlagerung entspringt also keiner militärischen Überlegung: Die Bundeswehr ist - anders als bei den meisten Nato-Partnern - eine "Parlamentsarmee".

Bei den Verbündeten gilt die deutsche Beteiligung in Incirlik jedoch eher als symbolischer Akt - im Gegensatz zu den Überwachungsflügen mit Awacs-Flugzeugen vom türkischen Nato-Stützpunkt in Konya.

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