Karrierejurist Wray soll neuer Chef des FBI werden

Die Vorwürfe wiegen schwer: Hat US-Präsident Trump versucht, Ermittlungen des FBI zu beenden?

Wie konkret wird Comey werden?

Der Ex-FBI-Chef wird am Donnerstag mit großer Spannung zu der Anhörung erwartet. Sie wurden kurz nach der Entlassung Comeys vom Justizministerium in die Hände des früheren FBI-Chefs Robert Mueller gelegt, der als Sonderermittler mit umfassenden Vollmachten ausgestattet ist.

Christopher Wray soll neuer FBI-Chef werden. Dennoch habe Trump bei einem späteren Abendessen abermals auf Loyalität gepocht.

Die Optik mag nicht die beste sein, und die Verkündigung war abrupt - doch inhaltlich handelt es sich um eine jener Entscheidungen von Donald Trump, die vielerorts begrüßt werden: Christopher Wray, Anwalt und erfahrener Mitarbeiter im US-Justizministerium, soll nach Wünschen des Präsidenten künftig die Bundespolizei FBI leiten. Dass er als eine Art sichere Wahl gilt, hat womöglich auch für Trump den Ausschlag gegeben. Zudem lernte er dort jenen Mann kennen, den er nun ersetzen soll: James Comey, den Trump vor rund einem Monat überraschend als FBI-Chef gefeuert hatte. Er musste zurücktreten, weil er die Unwahrheit über seine Kontakte zum russischen Botschafter gesagt hatte.

Comey berichtete in seiner vorab veröffentlichten Aussage, dass Trump am 14. Februar im Oval Office mit ihm unter vier Augen über den Fall Flynn zu sprechen begonnen habe.

In den Tagen nach dem Rauswurf fuhr der Präsident wilde Attacken gegen Comey, um dessen Glaubwürdigkeit zu beschädigen. Ob es solche Mitschnitte tatsächlich gibt, ist unklar. Im Hinblick auf den "traditionell unabhängigen Status des FBI innerhalb des exekutiven Zweigs" habe er die Bitte des Präsidenten für "sehr Besorgnis erregend" gehalten. Christie galt als einer der prominentesten Unterstützer Trumps aus dem Mainstream der Republikanischen Partei. Seine Aussage kann erhebliche Auswirkungen auf Trumps Präsidentschaft haben. Der Jurist war in der Regierung von George W. Bush stellvertretender Justizminister. Sessions bot demnach mindestens einmal seinen Rücktritt an.

Welche Folgen die Comey-Aussage für den Widerstand gegen Trump im Kongress haben könnte, ist allerdings schwer vorhersehbar. Selbst wenn Comey den Präsidenten stark belasten sollte, blieben die Hürden für ein Amtsenthebungsverfahren hoch. Denn zur Absetzung Trumps bräuchten die oppositionellen Demokraten den Beistand Dutzender Republikaner in Repräsentantenhaus und Senat.

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