London: Alle drei Täter identifiziert

Bewaffnete Polizisten sichern Mitarbeiter der Spurensicherung im Hintergrund die auf der London Bridge in London nach dem Terrorangriff ermitteln

Er gehörte zu den Anhängern eines bekannten Hasspredigers, kam in einer TV-Doku über Jihadisten prominent vor und wurde wegen Hetzreden aus seiner lokalen Moschee rausgeworfen. In einer Aufnahme stand er neben zwei berüchtigten Predigern, die der Polizei wegen ihrer extremistischen Ansichten bekannt waren.

Alle drei Attentäter des Londoner Terroranschlags waren Berichten zufolge den Behörden bekannt.

Wenige Tage vor der Parlamentswahl wird Großbritannien erneut von einem Terroranschlag erschüttert, dem dritten in wenigen Monaten. Es habe jedoch kein Verdacht bestanden, dass der Mann einen Anschlag plant. Anders als in italienischen Medien berichtet wurde, sei Zaghba weder der Polizei noch dem Inlandsgeheimdienst MI5 bekannt gewesen, hieß es. Er stand zwar in Italien auf der Liste gefährlicher Personen, seitdem er im März 2016 von Bologna aus in die Türkei fliegen wollte, um von dort Syrien zu erreichen. Die britische Polizei veröffentlichte am Dienstag die Mitteilung der Familie einer jungen Australierin. Der 27-jährige Khuram Shazad Butt sei im Juli 2016 wegen eines Streits mit einem Mitglied der Quilliam Foundation zum Ende des Fastenmonats Ramadan aufgefallen, teilte die Stiftung am Dienstag in London mit.

Am Samstagabend hatten drei Terroristen auf der London Bridge und am Borough Market mindestens sieben Menschen getötet und Dutzende verletzt. Die Täter heißen Khuram Butt, Rachid Redouane und Yousef Zaghba. Ermittlungsfortschritte der Polizei werden genau verfolgt. May wehrte sich mit dem Hinweis, dass für den Antiterrorkampf ausreichend Mittel bereitstünden. Bereits nach der Einladung durch Premierministerin May habe er gesagt, dass Trump nicht der rote Teppich ausgerollt werden dürfe. Laut Umfragen schrumpfte ihr Rückhalt im Volk aber schon vor den Anschlägen deutlich. Dazu benötige das Land einen "starken Anführer" und keinen, wie ihren Kontrahent der Labour-Partei Jeremy Corbyn, der erst noch in der Praxis lernen müsste.

Wenn Politiker auf derart autoritäre Weise auf Terror reagieren wie die britische.

- Die Todesopfer: Mindestens sieben Menschen werden von den Angreifern getötet. Die in der Nacht zum Montag verbreitete Erklärung des IS-Sprachrohrs Amak konnte zunächst nicht auf Echtheit überprüft werden. Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes und der Krankenhäuser versammelten sich geschlossen vor ihren Dienststellen. Der britische Außenminister Boris Johnson sagte, die Behörden müssten sich diese Fragen gefallen lassen. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat ("ISIS") reklamierte die Tat für sich. Ähnlich äußerte sich der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan. Ein Mann, der Butt kannte, soll die Antiterror-Hotline der Polizei verständigt und den Behörden gesagt haben, dass sich dieser radikalisiert haben soll.

Im Gedenken an die Opfer des Terroranschlags in London halten die Menschen in Großbritannien am Dienstag eine landesweite Schweigeminute. Zudem können sich Londoner Bürger und Besucher in ein Kondolenzbuch eintragen.

Die Polizei hat alle im Zusammenhang mit dem Londoner Anschlag Festgenommenen wieder freigelassen. Er lebte im Ostlondoner Stadtteil Barking, wie auch der zweite mutmaßliche Attentäter Rachid Redouane.

Zwölf Verdächtige, die nach dem Anschlag vom Samstagabend festgenommen worden waren, sind inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Der 22-jährige Joussef Zaghba, ein Italiener marokkanischer Herkunft, habe zuletzt in Ost-London gelebt, teilte Scotland Yard mit.

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