Türkei-Chef von Amnesty International festgenommen

Türkische Polizisten verhaften einen Mann der am 1. Mai zu einer Demonstration am Taksim Platz vordringen wollte. Am 6. Juni wurde der Chef von Amnesty International verhaftet. Die Menschenrechtsorganisation verlangt seine Freilassung und die Fr

Ankara, 7.6.17 (kath.ch) Der Vorsitzende von Amnesty International in der Türkei, Taner Kiliç, ist nach Angaben der Menschenrechtsorganisation festgenommen worden. Kilic wurde demnach am Dienstagmorgen in seinem Haus in der Küstenstadt Izmir in Polizeigewahrsam genommen.

Wie die Menschenrechtsorganisation am Abend mitteilte, wird Taner Kilic beschuldigt, Verbindungen zum Netzwerk des muslimischen Predigers Gülen zu haben. Als Begründung seien Ermittlungen gegen mutmaßliche Mitglieder der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen genannt worden.

Laut Amnesty wurde Kiliç gemeinsam mit 22 weiteren Anwälten in der Provinz Izmir festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Shetty zufolge sehe es nicht danach aus, dass die Verhaftung unmittelbar mit der Arbeit von Amnesty International in Verbindung stehe. Der türkische Präsident Erdogan macht den in den USA lebenden Gülen für den missglückten Putschversuch vor knapp einem Jahr verantwortlich. Den Festgenommenen wird Medienberichten zufolge vorgeworfen, eine Messenger-App genutzt zu haben, die auch von Gülen-Anhängern verwendet wird. Rund 150.000 Menschen aus meist öffentlichen Ämtern wurden bislang entlassen.

"In Ermangelung glaubwürdiger und zulässiger Beweise für Verstrickungen in international anerkannte Verbrechen rufen wir die türkischen Behörden auf, Kilic und die 22 anderen Anwälte sofort freizulassen und alle Vorwürfe gegen sie fallenzulassen", teilte Amnesty International mit. "Die Tatsache, dass die türkische Säuberungskampagne nach dem Putsch nun auch den Amnesty-Vorsitzenden in der Türkei in ihren Strudel gezogen hat, zeigt einmal mehr, wie weitreichend und willkürlich sie ist", sagte Amnesty-Generalsekretär Salil Shetty.

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