Dax etwas erholt - Briten-Wahl und EZB im Fokus

Dax etwas erholt - Briten-Wahl und EZB im Fokus

Angesichts hoher Gewinne bei den Versorgern schlug sich der Dax damit noch recht wacker.

Vor einer Vielzahl möglicherweise marktbewegender Ereignisse am Donnerstag hat der Dax leicht nachgegeben.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg um 0,15 Prozent auf 25 283,78 Punkte.

Vor dem sogenannten Super-Donnerstag wollten sich die Anleger nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, schrieb Konstantin Oldenburger vom Handelshaus CMC Markets. Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte am Nachmittag nach Einschätzung von Bankvolkswirten allenfalls kleine Schritte in Richtung einer weniger lockeren Geldpolitik unternehmen.

Neben der EZB und der Wahl in Grossbritannien steht zudem die Anhörung des gefeuerten FBI-Chefs James Comey vor einem Ausschuss des US-Senats auf der Agenda. Im Hintergrund schwelt auch die Katar-Krise weiter. Die von 2011 bis 2016 kassierte Abgabe ist nach Auffassung des Gerichts unvereinbar mit dem Grundgesetz.

Die Aktien von RWE und Eon legten gut 2 beziehungsweise mehr als 4 Prozent zu. Mit der Zustimmung des Aufsichtsrats sei eine entscheidende Hürde für die Fusion mit dem US-Industriegase-Hersteller Praxair genommen worden, hieß es von Merrill Lynch.

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer DE000BAY0017 baute seine Beteiligung an der Kunststofftochter Covestro DE0006062144 über Nacht weiter ab. Andritz-Aktien notierten hingegen um 0,24 Prozent tiefer bei 53,62 Euro. Noch schwächer waren in dem Index nur noch die Titel des Möbel- und Handelskonzerns Steinhoff, die nach der Vorlage von Halbjahreszahlen fast 6 Prozent einbüßten.

Im MDax reagierten die Papiere des Autozulieferes Hella auf eine Abstufung durch Kepler Cheuxreux mit einem Minus von zuletzt rund 1 Prozent. Sie räumen den Aktionären mehr Zeit für die Annahme ihrer Milliarden-Offerte ein und geben sich zugleich mit einer niedrigeren Zustimmung zufrieden. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es indes um 0,32 Prozent hoch. Bei den Einzelwerten in Wien setzten sich Raiffeisen (plus 1,80 Prozent auf 23,75 Euro) und voestalpine (plus 0,99 Prozent auf 40,73 Euro) an die ATX-Spitze. Bereits am Vortag waren sie angesichts der vom Bundesverfassungsgericht gekippten Brennelementesteuer um jeweils mehr als 5 Prozent nach oben geschnellt. Der Bund Future gab um 0,10 Prozent auf 162,66 Punkte nach. Der Kurs des Euro geriet daraufhin unter Druck. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1229 (Mittwoch: 1,1217) US-Dollar festgesetzt.

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