EuGH lässt Dextro Energy abblitzen

Traubenzucker

Das deutsche Unternehmen Dextro Energy stellt in unterschiedlichen Formaten für den deutschen und den europäischen Markt fast vollständig aus Glucose bestehende Produkte her. Der Europäische Gerichtshof hat die Klage abgewiesen.

Das Unternehmen berief sich unter anderem auf eine wissenschaftliche Expertise, die den Nutzen von Traubenzucker für körperliche Betätigung bestätigte. Die EU-Kommission hatte dies nicht zugelassen.

Der Gerichtshof der Europäischen Union hat bestätigt, dass mehrere gesundheitsbezogene Angaben zu Glucose nicht zugelassen werden können. Sie sollen in Luxemburg ein Urteil im Berufungsverfahren des Traubenzucker-Herstellers Dextro Energy gegen eine vorherige Entscheidung des EU-Gerichts sprechen. Die Aussagen an sich sind sogar wissenschaftlich verbrieft. Für Dextro Energys Glukose-Sätze gab die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine positive Rückmeldung. Die Kommission hielt dagegen, die Werbesätze würden Verbraucher verwirren. Dabei empfehlen viele Experten, weniger Zucker zu essen.

Dass Traubenzucker positive Effekte für den Energiestoffwechsel hat, stimmt zwar - diese Tatsache darf aber laut EuGH auf der Verpackung von Glucosetäfelchen trotzdem nicht erwähnt werden, weil Zucker gesundheitsschädlich ist.

Das von Dextro Energy gegen das Urteil des Gerichts eingelegte Rechtsmittel wies der Gerichtshof der Europäischen Union zurück, da keines der von diesem Unternehmen vorgebrachten Argumente durchgreift. Denn ein Hinweis auf nachgewiesene Wirkungen von Glukose bedeute nicht, dass man Zucker verzehren oder gar vermehrt verzehren solle, so die Begründung. Für die Zulassung dieser Werbesprüche ist die EU-Kommission zuständig.

In einer europäischen Verordnung ist genau festgelegt, welche Art gesundheitsbezogener Angaben Firmen verwenden dürfen. Glucose ist dort allerdings nicht aufgeführt.

Related:

Comments

Latest news

Prognose: Mehrheit für May in Gefahr
Nachwahlbefragungen sahen die Partei von Premierministerin Theresa May bei 314 Sitzen, wie die BBC nach Wahlschluss berichtete. Die Konservative betonte, Großbritannien werde die EU eher ohne Einigung verlassen, als einen "schlechten Deal" zu akzeptieren.

Gefährliche Magen-Darm-Infektion: Kind stirbt an EHEC-Infektion
Ein kleines Mädchen aus dem Landkreis Altötting (Oberbayern) ist vor wenigen Tagen an den Folgen einer EHEC-Infektion gestorben. Es gibt viele harmlose Vertreter der Escherichia coli-Bakterien, aber auch solche, die schwere Krankheiten auslösen können.

Phil Collins muss Konzerte absagen
Der Sänger wurde in ein Spital gebracht, wo eine Wunde nahe eines Auges genäht werden musste. Zuvor hatte Collins auf seiner Comeback-Tour ein Konzert in der Royal Albert Hall gegeben.

Saudi-Arabien sorgt für Eklat bei Schweigeminute
Eine Schweigeminute stünde "nicht im Einklang mit ihrer Kultur", hätten Teamvertreter aus Saudi Arabien der FFA mitgeteilt. Ein schockierender Skandal ereignete sich beim WM-Qualifikationsspiel zwischen Australien und Saudi-Arabien.

Deutsche Firmen wollen Geschäfte in Argentinien vorantreiben
Die neoliberalen Regierungen Lateinamerikas haben indes ihre Hoffnung geäußert, die Zusammenarbeit mit der EU vertiefen zu können. Zunächst trifft sie in Buenos Aires den argentinischen Präsidenten Macri, am Freitag dessen mexikanischen Kollegen Peña Nieto.

Other news