Fußball | Köpke kontert Russlands Kritik am DFB-Kader für Confed Cup

DFB-Teammanager Oliver Bierhoff widerspricht der russischen Kritik am deutschen Confed-Cup-Kader

Das gefällt dem WM-Gastgeber des kommenden Jahres nicht. Andreas Köpke und Oliver Bierhoff erwidern die Kritik.

Frankfurt. Der Confed Cup könnte in Russland (17. Juni bis 2. Juli) zum letzten Mal in dieser Form ausgetragen werden. "Das sind alles Spieler, die sich diese Chance verdient haben und in der Bundesliga als Topliga erfolgreich spielen". Dementsprechend hat Bierhoff, der mit seinem ehemaligen Mitspieler (1998 bis 2001 beim AC Milan) und nun stellvertretenden FIFA-Generalsekretär Zvonimir Boban "in regelmäßigem Austausch" steht, "weniger Sorgen" ob des Ausgangs des Turniers. Wahrscheinlich zum Schutz seiner Sponsoren oder anderer Gruppierungen.

Natürlich werde immer geschaut, was Deutschland als Weltmeister mache, berichtete Bierhoff. "Es sollte schon jeder Nation selbst überlassen werden, wie sie so ein Turnier angeht", sagte Köpke der Nürnberger Zeitung. "Solche Erfahrungen sind für sie wirklich sehr wertvoll". Zudem seien einige Stammspieler um Kapitän Manuel Neuer ohnehin verletzt.

Grundsätzlich hält der 55-Jährige nichts davon, den Confed Cup abzuschaffen. "Es ist ja nicht so, dass wir jetzt Urlaub hätten". Es gäbe trotzdem Qualifikationsspiele", führte der langjährige Spieler des 1. FC Nürnberg aus: "Der Confed Cup läuft nicht annähernd so lange wie eine WM, trotzdem bleibt man im Rhythmus und unter Anspannung.

Für 2022 habe die Fußballwelt bereits "größte Probleme, die WM von Mitte November bis Mitte Dezember in den Rahmenterminkalender einzufügen", sagte Grindel: "Und das gleich in zwei Spielzeiten hintereinander?"

"Natürlich blutet dem Fußball-Fan das Herz, wenn der amtierende Weltmeister ohne seine Stars antritt", äußerte Russlands Chef-Organisator Sorokin seinen Unmut über die Personalpolitik des DFB. "Wenn man in Regionen geht, wo kein oder kaum internationaler Fußball gespielt wird, wenn es bei einem Länderspiel um etwas geht oder ein namhafter Gegner kommt, dann kommen die Zuschauer auch", sagte Grindel. "Aber wir müssen das akzeptieren", hatte Sorokin erklärt.

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