Hamilton am Ort des ersten GP-Siegs: Ferrari angreifen

Toto Wolff

Hamilton hatte in Monaco mit Platz sieben höchstens Schadensbegrenzung betrieben, nachdem der Wagen des 55-maligen Grand-Prix-Siegers nicht auf Touren gekommen war.

Doch der Heppenheimer hat allen Grund, mit breiter Brust über den Atlantik zu reisen. Und Niki Lauda, Aufsichtsratsvorsitzender des Mercedes-Teams, bezeichnete die Gerüchte zuletzt als "größte Sinnlos-Diskussion". Hinzu kommt, dass der Ex-Weltmeister erwartet, dass Konkurrent Sebastian Vettel auf Montreal-spezifische Updates am SF70H zurückgreifen kann: "Sie haben besondere Teile am Auto, was aber nicht heißt, dass wir es nicht mit ihnen aufnehmen könnten", rasselt Hamilton unbeeindruckt mit dem Säbel. Von 1978 an war dann aber der Circuit Gilles Villeneuve mit zwei Unterbrechungen (1987 und 2009) Schauplatz der Formel 1 in Kanada. "Wir wissen, dass diese Saison ein Marathon und kein Sprint ist".

Der Gänsehaut-Sieg von Monaco mit Beigeschmack durch den internen Positionswechsel nach Vettels zweitem Boxenstopp ist schon wieder Geschichte. "Vettel muss schon einmal ausfallen, sonst ist es vorbei". Vettel kündigte bereits weitere Verbesserungen an, allerdings droht in der aktuell so heilen Welt der Italiener zumindest etwas Ungemach.

Vettel lässt sich nicht unter Druck setzen: "Ich habe mit dem Team ausgemacht, nicht über Verträge zu sprechen, sondern sich ganz auf das Titel-Rennen zu konzentrieren".

Deswegen dürften seine Antworten zum angeblichen Interesse von Mercedes am Rande des Großen Preises in Montréal auch eher schmallippig ausfallen. Der Deutsche, Ferraris Nummer eins, hat die übrigen drei Rennen für sich entschieden. "Eine komplett andere Bahn", meinte Vettel im Vergleich zum engen und noch deutlich kürzeren Straßenkurs von Monaco, wo er dank besserer Strategie vor Teamkollege und Pole-Mann Kimi Räikkönen gewonnen hatte. Sie tun alles, damit Sebastian Vettel die maximal möglichen Punkte mitnimmt.

In Montréal will Hamilton selbst auf die Jagd gehen.

Und wie reagiert Vettel auf den Angriff des dreimaligen Champions? Später ergänzte er: "Ich regle das lieber auf der Strecke".

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