Kinnevik steigt bei Rocket Internet aus

Rocket Internet verliert einen Großaktionär

Die jüngste Erholung der Aktien von Rocket Internet ist in der Pfingstwoche etwas ins Stocken geraten. Zuletzt stand aber wieder ein Minus von 1,88 Prozent auf 20,585 Euro zu Buche. Beide haben gemeinsam auch direkt in zahlreiche Unternehmen investiert: die Möbelhändler Home24 und Westwing etwa, oder die Global Fashion Group (GFG), in der Rocket seine Beteiligungen an Internet-Modehändlern gebündelt hat. Hinzu kommt, dass die Rocket-Aktie für ihre Verhältnisse gerade gut steht: Der angekündigte Börsengang von Delivery Hero hat den Kurs, der lange bei 16 Euro dümpelte, erstmals wieder über 20 Euro steigen lassen.

Die Ankündigung Kinneviks, nun auch seine übrigen 10,9 Millionen Rocket-Aktien zu verkaufen, sorgte im Späthandel am Mittwoch erneut für einen Kursrutsch bei Rocket.

Der Schritt kommt nicht wirklich überraschend.

Laut Analyst Lucas Boventer von Warburg Research hat der Ausstieg von Kinnevik sogar erfreuliche Nebeneffekte. Das ist keine Überraschung in der Branche: Bereits im Februar hatte sich der schwedische Investor von der einen Hälfte der Anteile getrennt und offen gelassen, ob man auch den Rest nach Ablauf einer Haltefrist veräußern wolle.

Von ihrem Rekordhoch bei gut 60 Euro Ende November 2014 kurz nach dem Börsengang sind die Aktien von Rocket Internet damit weit entfernt.

Seit Ende April aber häufen sich die guten Nachrichten. Analyst Alexander Rummler von Oddo Seydler blickt denn auch eher positiv in die Zukunft. Sollte der Börsengang des Essens-Lieferdienstes Delivery Hero gelingen, könnte sich das Geschäftsmodell von Rocket Internet als erfolgreich erweisen.

Rocket Internet wartet derweil auf die Aufnahme in den Aktienindex MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen. Entscheidend ist dafür der Börsenwert der frei handelbaren Aktien. Diese ist nun abgelaufen.

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