Nach Wahl-Schlappe Theresa May will Minderheitsregierung bilden

Die rechtspopulistische Ukip, die 2015 noch auf 12,6 Prozent gekommen war, verlor mehr als zehn Prozentpunkte und ihren einzigen Sitz im Unterhaus. In ihrem ersten Statement nach dem Wahldebakel am Donnerstagabend, bekräftigte sie als erstes ihr Festhalten am Brexit: "Diese Regierung wird die wichtigen Brexit-Verhandlungen führen, die in zehn Tagen beginnen".

Die oppositionelle Labour-Partei gewann 29 Sitze hinzu und kommt auf 261 Sitze.

Britischen Medienberichten zufolge strebt May eine von der DUP geduldete Minderheitsregierung an.

Der Chef der katholischen Sinn-Fein-Partei in Irland, Gerry Adams, zweifelt derweil daran, dass May eine Zukunft als Premierministerin hat.

Auch Corbyn hatte am Freitagvormittag angekündigt, in einer Minderheitsregierung das Land führen zu wollen. „Ich finde, die Botschaft der Wahl ist: Macht faire Gespräche mit der EU und überlegt nochmal, ob es eigentlich gut für Großbritannien ist, in dieser Art und Weise aus der EU auszuscheiden“, sagte Gabriel in Wolfenbüttel. Es sei Aufgabe der Tories, "sicherzustellen, dass wir diese Phase der Stabilität haben".

Auch Corbyn wäre auf Koalitionspartner angewiesen, um die nötige Mehrheit von 326 der 650 Parlamentssitze zu erreichen. Solche Bündnisse sind in Großbritannien aufgrund des Mehrheitswahlrechts sehr selten, vor 2010 hab es das letzte "hung parliament" 1974.

Bei der vorgezogenen Neuwahl am Donnerstag, die sie freiwillig ausgerufen hatte, verlor die Regierungschefin die absolute Mehrheit ihrer Konservativen im Parlament. Damals formten die Konservativen unter der Führung von David Cameron eine Koalition mit den Liberaldemokraten.

"Nachdem wir uns die meisten Stimmen und die größte Zahl an Sitzen in der Wahl gesichert haben, ist es klar, dass die Konservativen und die Unionist Partei die Legitimität haben, dies zu tun", sagt sie kurz und knapp, bevor sie auf andere Themen eingeht und einige ihrer alten Versprechen wiederholt: Sie werde einen Brexit-Deal durchsetzen, der für jedermann im Lande funktioniere. Das „rücksichtslose“ Verfolgen dieser Vorstellung durch die Regierung May müsse „aufgegeben werden“, sagte die SNP-Chefin in Edinburgh. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) wertete den Ausgang der Wahl als Signal gegen eine harte Konfrontation mit der EU.

EU-Ratspräsident Donald Tusk warnte vor einem Scheitern der Brexit-Verhandlungen. Es sei nun unklar, wann die eigentlich für den 19. Juni geplanten Austrittsgespräche mit London beginnen könnten, schrieb Tusk im Kurzbotschaftendienst Twitter. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ging nicht von einem zügigen Beginn der Brexit-Gespräche aus. Seit März läuft eine zweijährige Frist bis zum EU-Austritt Großbritanniens 2019.

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