Volkswirte sehen nach Briten-Wahl Chancen

Wahlergebnis 2015 und Umfragewerte vor der kommenden Wahl- SŠulengrafik GRAFIK 0564-17 88 x 55

Die große Verliererin dieser Wahlen aber heißt Theresa May. Während Mays Konservativen noch 18 Mandate auf die absolute Mehrheit fehlten, waren nur noch 17 Wahlkreise auszuzählen.

Mit der aktuellen Situation eines "Hung Parliament", eines Unterhauses ohne klare Mehrheit, habe die politische Unsicherheit in dem Vereinigten Königreich zwar spürbar zugenommen, schrieb Großbritannien-Experte Sören Hettler von der DZ Bank. Doch seine Chancen darauf, in der Regierung zu gestalten, stehen lange Zeit gleich null.

May hatte die vorgezogene Parlamentswahl im April angekündigt.

Großbritanniens Premierministerin Theresa May will auch nach der Schlappe bei der Parlamentswahl an ihrem Machtanspruch festhalten und das Land aus der EU herauslösen. May werde noch am Mittag Königin Elizabeth II. treffen, um sich den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen zu lassen, sagte ein Sprecher Mays am Freitag in London. Denn Labour hatte gemeinsam mit den Tories für den Brexit und die Anwendung des Artikels 50 gestimmt - den Richtungskampf, von dem May gesprochen hat, gab es überhaupt nicht. "Ich denke, es wird sicher Kontakt über das Wochenende geben, aber ich denke, es ist zu früh, um darüber zu sprechen, was wir tun werden", sagte Parteichefin Arlene Foster. Nach der Auszählung fast aller Stimmen konnte keine der beiden großen Parteien eine Mehrheit der 650 Wahlkreise für sich gewinnen. Damit steht Großbritannien kurz vor Beginn der Brexit-Verhandlungen über einen EU-Austritt vor einer komplizierten und möglicherweise langwierigen Regierungsbildung.

Sollten die Tories ihre absolute Mehrheit im Unterhaus tatsächlich einbüßen, könnten sie versuchen, eine Koalition zu bilden oder eine Minderheitsregierung zu stellen.

Heute wird Theresa May vor die Nation treten und ihr Debakel erklären müssen. Das berichtet die BBC. Auch deshalb will May jetzt offenbar trotz der hohen Verluste die Bildung einer neuen Regierung anstreben. Labour-Chef Jeremy Corbyn forderte May zum Rücktritt auf. Denn aus Protest nehmen die gewählten Vertreter der nordirischen Partei Sinn Fein ihre Sitze in Westminster traditionell nicht ein.

Die Labour-Partei unter ihrem dezidiert linken Vorsitzenden Jeremy Corbyn gewann der Prognose zufolge 37 Mandate hinzu und käme auf 266 Sitze. Auch wenn diese Position wohl nur ein Grund für Mays demütigende Niederlage in der Unterhauswahl ist - der Austritt aus der EU ist das zentrale Thema der näheren Zukunft des Landes. Soubry hatte sich vor dem Brexit-Referendum im vergangenen Jahr gegen einen Ausstieg aus der EU ausgesprochen.

Corbyn forderte die Regierungschefin zum Rücktritt auf. Das Land brauche jetzt "mehr als alles andere" eine Phase der Stabilität, sagte die angeschlagen wirkende Regierungschefin. Die Rechtspopulisten sind aber zerstritten über den künftigen Kurs ihrer Partei.

Die Premierministerin bleibt zunächst im Amt. Erwartet wurde, dass der zweijährige Verhandlungszeitraum nicht eingehalten werden kann und dass die Briten von ihrer harten Brexit-Linie abrücken könnten.

Die UKIP hatte unter ihrem früheren Parteichef Nigel Farage mit dem Brexit ihr wichtigstes politisches Ziel erreicht. Regiert die nordirische DUP mit, dann wird sich deren moderate Brexit-Position bemerkbar machen.

Als May die Neuwahl ausgerufen hatte, galt noch ein überragender Sieg mit einem Zugewinn von 100 Sitzen für die Tories als wahrscheinlich. In den Wochen vor der Wahl hatte Labour seinen Rückstand von fast 20 auf nur sieben Prozent verringern können. Nach den Terroranschlägen in London und Manchester war May unter Druck geraten, weil in ihrer Amtszeit als Innenministerin Polizei-Stellen gestrichen worden waren. Corbyn versprach hingegen 10 000 zusätzliche Polizisten. Bei der vorangegangenen Wahl im Jahr 2015 hatte die SNP noch 56 von 59 möglichen Sitzen geholt. Die Schottische Nationalpartei erhält 35 Sitze, 19 weniger als zuvor. Die Liberaldemokraten kämpfen als einzige landesweite Partei für den Verbleib in der EU. Die Abstimmung gilt aber als reine Formsache, weil die Mehrheiten vorher feststehen sollten. Um einen Sitz zu bekommen, müssen Politiker in ihrem Wahlkreis die meisten Stimmen holen. Als Alternative könnten die Tories auch eine Minderheitsregierung bilden und auf die Unterstützung anderer Parteien in Einzelfragen setzen.

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