Die nordirische Partei DUP

Premierministerin Theresa May wurde von den Wählern abgestraft

Man wolle Möglichkeiten zur Stabilisierung des Landes sondieren, sagte die DUP-Chefin Arlene Foster.

Eine erzkonservative Regionalpartei als letzte Rettung für Theresa May: Anstatt ihre Machtbasis wie erhofft auszubauen, hat die britische Premierministerin bei den vorgezogenen Neuwahlen mit ihren konservativen Tories ihre absolute Mehrheit im Parlament eingebüßt. Die protestantische und konservative DUP steht für die Einheit des Vereinigten Königreichs und vertritt in Nordirland-Fragen stets die pro-britische Seite.

Lange Jahre galt der DUP-Gründer im Nordirlandkonflikt als Hardliner, der den Papst öffentlich als "Antichristen" beschimpfte, und eiserner Gegner der Versöhnung mit den Katholiken, bis er eine Kehrtwende vornahm und sich im März 2007 mit dem Chef der katholischen Sinn Féin, Gerry Adams, an den Verhandlungstisch setzte. Inzwischen ist die protestantische DUP, die sich nach dem Karfreitagsabkommen von 1998 die Macht in Nordirland mit den katholischen Kräften teilt, säkularer geworden.

Die DUP befürwortet den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Am Montag sollen die Gespräche zwischen DUP und Sinn Fein wieder aufgenommen werden. Für die anstehenden EU-Austrittsverhandlungen plädiert die Parteivorsitzende Foster wegen der besonderen Situation der einstigen Bürgerkriegsregion für einen "weichen" Brexit. Sie ist dabei auf die Unterstützung der nordirischen Democratic Unionist Party (DUP) angewiesen.

Die Kernmannschaft der Regierung bleibt nach Angaben des Büros von Premierministerin May bestehen. 2015 übernimmt sie den Parteivorsitz, Anfang 2016 das Amt der regionalen Regierungschefin Nordirlands, genannt Erste Ministerin. Das Bündnis war im Januar im Streit über ein misslungenes Förderprogramm für erneuerbare Energien zerbrochen. Kritiker werfen Foster vor, auf jede Kritik mit Gegenangriffen zu reagieren. Beobachtern zufolge wird sie May vor allem Zugeständnisse zu mehr Investitionen in die nordirische Infrastruktur abtrotzen. Die Bevölkerung ist gespalten. Sie will verhindern, dass neue Grenzkontrollen zur benachbarten Republik Irland entstehen. Sinn Féin gewann sieben, besetzt die Sitze im britischen Unterhaus allerdings nicht, da sich die Abgeordneten weigern, der britischen Krone die Treue zu schwören.

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