Gabriel trifft katarischen Außenminister Al-Thani

Die Türkei baut die militärische Zusammenarbeit mit Katar aus und stationiert zusätzliche Truppen in dem Emirat

Die Staaten werfen Katar die Unterstützung von Terrororganisationen und Nähe zum schiitischen Iran vor, den vor allem das sunnitische Saudi-Arabien als Erzrivalen betrachtet. Die größte Herausforderung sei der Kampf gegen den Terrorismus - deshalb bräuchten die arabischen Staaten Einigkeit, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Samstag in Moskau.

US-Präsident Donald Trump wählte am Freitag in Washington härtere Worte: "Katar ist leider seit Jahren ein Finanzier von Terrorismus und das auf sehr hohem Niveau". Auch andere Länder boten sich als Vermittler an. Doha habe "bis zu eine Milliarde Dollar" Lösegeld an eine mit der IS-Miliz verbündete "Terrorgruppe" bezahlt, die im Irak Mitglieder der katarischen Königsfamilie entführt habe, sagte Ägyptens stellvertretender UN-Botschafter Ihab Mustafa.

Tillerson vertrat damit eine gegensätzliche Position zu der des Pentagon. Der Emir, dessen Land sich nicht an den Schritten zur Isolation Katars beteiligt hat, hatte in den vergangenen Tagen Gespräche mit verschiedenen Staatsführern geführt, um eine Lösung zu finden. Dort sind rund 10.000 Soldaten stationiert. Dafür müsse die Koalition gegen den IS, zu der auch Katar gehört, zusammenstehen. US-Außenminister Rex Tillerson trat deutlich gemäßigter auf als Präsident Trump. Außerdem stellten die Länder den Flugverkehr von und nach Katar ein. Ankara werde Katar unter anderem mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgen.

Al-Thani sagte zugleich, für die gegenwärtige Krise auf der Arabischen Halbinsel gebe es "keine militärische Lösung".

Kurz nach Tillersons Auftritt schob Davis dann eine neue Erklärung zu der Blockade nach, in der er seine vorherige Einschätzung relativierte. Katarische Bürger müssen diese Länder binnen 14 Tagen verlassen. Doch behindere die "sich entwickelnde Lage" in Katar die Planung "längerfristiger Militäroperationen", schrieb Davis bei Twitter. Nach Darstellung Katars war die staatliche Nachrichtenagentur gehackt worden, um mit einer Falschmeldung von Ende Mai die Beziehungen zwischen den Golfstaaten zu belasten. Bei seiner Pressekonferenz am Freitag kehrte Trump dann zu seiner eindeutig positiven Bewertung des Boykotts zurück.

Im Konflikt um Katar warnt die Bundesregierung vor den Folgen einer gestörten Machtbalance in der Golfregion. Er habe dem daraufhin - in Absprache auch mit Tillerson - zugestimmt.

Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain begrüßten die Aussage Trumps, der Katar vorwarf, ein langjähriger Unterstützer von Terrorismus zu sein. Saudi-Arabien schloss auch Katars einzige Landgrenze. Die Vorwürfe Riads und seiner Verbündeten gegen Katar wies der türkische Staatschef zurück.

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