Golfstaat zunehmend isoliert: Gabriel trifft katarischen Außenminister Al-Thani

Die Türkei baut die militärische Zusammenarbeit mit Katar aus und stationiert zusätzliche Truppen in dem Emirat

Deutlich gemässigter hatte sich kurz zuvor US-Aussenminister Rex Tillerson geäussert, als er Saudi-Arabien und andere arabische Staaten aufforderte, die Isolation Katars zu beenden.

Nach seiner Rede vor Staatenlenkern der islamischen Welt in Riad sei er aus deren Kreis darauf angesprochen worden, dass Katar wegen seines Verhaltens "entgegengetreten" werden müsse, berichtete der US-Präsident.

"Diese neue Situation auf der Arabischen Halbinsel könnte der Türkei indirekt Nachteile bereiten, da sie am Golf als enger politischer Verbündeter Katars gilt", sagt Marc Pierini vom Politikinstitut Carnegie Europe. Katars Regierung zeigt sich aber bisher ebenso unnachgiebig. Damit müsse Schluss sein, forderte er.

Rund anderthalb Stunden zuvor hatte hingegen Tillerson bei einem Auftritt im State Department kritisiert: "Die Blockade behindert US-Militäraktionen in der Region und die Offensive gegen den IS". "Der Emir von Katar hat Fortschritte dabei gemacht, die finanzielle Unterstützung zu stoppen und terroristische Elemente aus dem Land zu weisen, aber er muss mehr tun, und er muss es schneller tun", sagte der US-Außenminister. Schon jetzt habe die Blockade humanitäre Konsequenzen, etwa was die Versorgung mit Lebensmitteln angehe.

"Wir rufen Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten dazu auf, die Blockade Katars zu lösen", sagte er in Washington. "Vor allem habe ich eine Bitte an die saudische Führung: Ihr seid die Größten am Golf, die Stärksten", sagte Erdogan am Freitagabend bei einer Ansprache zum Fastenbrechen in Istanbul. "Im Streit zwischen Brüdern kann es keinen Gewinner geben". "Wir haben es satt, dass Muslime einander bekämpfen".

Heute haben Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Bahrain Sanktionen gegen das Emirat verhängt. Für die Betroffenen bedeutet der Eintrag auf der Liste vor allem Kontensperren und erschwerte Auslandsgeschäfte. Sie alle würden von dem Golf-Emirat finanziert oder seien dort ansässig und hätten Kontakte zu Terroristen, erklärten die arabischen Staaten.

Mit dem Schritt verschärften sie ihre Strafmaßnahmen gegen Katar. Die Nachbarländer schlossen zudem die Grenzen. Einen Monat später verbreitete die Agentur angebliche Erklärungen des Emirs von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani. Auf der "Terrorliste" ständen zahlreiche Personen, die keinerlei Verbindung zu Katar hätten und auch nicht dort lebten. "Wir leben nicht nach dem Gesetz des Dschungels". Alle Informationen zur diplomatischen Krise im persischen Golf im News-Ticker von FOCUS Online.

VAE-Außenminister Anwar Karkasch verteidigte in einer Reihe von Twitternachrichten die neuen Sanktionen. US-Präsident Donald Trump hatte die Blockade in einer ersten Reaktion als positives Ergebnis seines Besuchs im Mai in Saudi-Arabien bezeichnet und von einem möglichen "Anfang vom Ende des Horrors des Terrorismus" gesprochen.

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