Macrons Partei vor Etappensieg bei erster Wahlrunde in Frankreich

Umfragen gehen von einem grossen Sieg der Partei von Präsident Emmanuel Macron bei den Parlamentswahlen aus

Am Freitag sorgte auch ein Gesetzentwurf zur Terrorbekämpfung für Ärger, mit dem Behörden auf Verdacht Wohnungen durchsuchen oder Hausarrest gegen Bürger aussprechen könnten.

Paris - Europa und der Rest der Welt verfolgten die vergangenen Präsidentschaftswahlen in Frankreich mit Spannung - und der parteilose Emmanuel Macron ging als Sieger aus ihnen hervor. Dieser erklärte gegenüber der Staatsanwaltschaft, in der Vergangenheit parallel Teilzeitverträge mit der Partei und mit einem EU-Abgeordneten der Partei gehabt zu haben. Und den Weg frei machen für sein Reformprogramm, mit dem der sozialliberale Staatschef Frankreichs Wirtschaft wieder Schwung verschaffen will. Sollten Macrons Partei und ihr Bündnispartner nicht auf die absolute Mehrheit kommen, aber stärkste Fraktion im Parlament werden, müssten sie sich Verbündete im rechten oder linken Lager suchen, um für ihre Gesetze auf eine Mehrheit zu kommen.

Laut einer aktuellen Umfrage steuert Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei den Parlamentswahlen auf einen historischen Sieg zu. Ferrand weist die Vorwürfe sowie Rücktrittsforderungen zurück.

In den Auslandswahlkreisen werden elf der 577 Abgeordneten der Nationalversammlung gewählt. Allerdings gerät die MoDem in den Strudel einer Scheinbeschäftigungsaffäre. Auch die MoDem-Politikerin und heutige Europaministerin Marielle de Sarnez wurde dabei beschuldigt. LREM kündigte bereits den Rückzug ihrer Bewerber an, wenn ein Konkurrent besser platziert ist, um den Front National (FN) zu schlagen.

In Frankreich werden offizielle Untersuchungen erst eingeleitet, wenn Vorermittlungen ausreichend Verdachtsmomente ergeben. Nicht einmal die Immobilienaffäre um seinen Minister und Vertrauten Richard Ferrand scheint Macron zu schaden. Medienberichten zufolge soll er als Chef einer Krankenversicherung Büroräume von seiner Partnerin angemietet haben. Nach monatelangem Wahlkampf, anstrengenden politischen Debatten und persönlichen Angriffen, wollen die Franzosen, dass Ruhe in ihrem Land einkehrt. Umfragen sagten dem Bündnis einen deutlichen Erfolg voraus.

Die MoDem ist mit Macrons Bewegung La République en Marche verbündet, für die Parlamentswahl am Sonntag wurden gemeinsam Kandidaten aufgestellt.

Der Bewegung des Präsidenten, "La République en marche" (REM), werden landesweit insgesamt 29,5 Prozent der Stimmen vorausgesagt, den bürgerlichen Kandidaten von LR und UDI (Zentrum) 23 Prozent, dem FN 17 Prozent, den "Unbeugsamen" von FI 12,5 Prozent und den Sozialisten gerade noch 8,5 Prozent. Eine parteiinterne Jury führte 1700 Gespräche und wählte daraus mehr als 520 Kandidaten aus. Durch die laufende Scheinbeschäftigungsaffäre könnten Macron und Bayrou allerdings an Zuspruch verlieren.

Laut der am Dienstag veröffentlichten Umfrage von Ipsos Sopra-Steria könnte sich Macrons LREM im zweiten Wahlgang am 18. Juni bis zu 415 von 577 Sitzen sichern. Damit würden die beiden Parteien die absolute Mehrheit schaffen, die bei 289 Sitzen liegt. Diese Dreieckskonstellationen können zu Allianzen gegen den rechtspopulistischen Front National (FN) führen.

Dieser Umfrage zufolge kommt Macrons Partei LREM in der ersten Runde am Sonntag auf 31,5 Prozent der Stimmen.

Doch auch ihre Partei "Das widerspenstige Frankreich" dürfte dem Meinungsforschungsinstitut Fondapol zufolge nur 15 bis 25 Sitze gewinnen, die Sozialisten 20 bis 35 (bisher waren es 292) und die Republikaner wären demnach mit 133 bis 153 (bisher 199) immerhin noch die größte Oppositionskraft - wenn auch geschwächt.

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