Nadal zum zehnten Mal im Paris-Finale

Souverän

Der tolle Siegeslauf von Dominic Thiem wurde am Freitag im Halbfinale der French Open jäh gestoppt. Thiem war bislang der einzige in der laufenden Sandplatzsaison gewesen, der Nadal bezwingen konnte - im Viertelfinale von Rom.

In seinem insgesamt 22. Grand-Slam-Endspiel seit 2005 trifft Nadal am Sonntag (15 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: Eurosport) auf den Schweizer Stan Wawrinka (Nr.3 der Setzliste). Der Niederösterreicher unterlag dem spanischen Sandplatzkönig gestern glatt in drei Sätzen und rätselte danach über die Ursache für seine schwache Performance.

Paris.Mit einer weiteren Demonstration seiner Extraklasse ist Sandplatz-Titan Rafael Nadel dem ersehnten zehnten French-Open-Titel einen weiteren Schritt nähergekommen. "Es ist unglaublich, hier, beim wohl wichtigsten Event in meiner Karriere, wieder im Finale zu stehen", sagte Nadal, der bei der mit 33,8 Millionen Euro dotierten Veranstaltung in diesem Jahr noch keinen Satz abgegeben hat.

Der Schweizer schlug einem anfangs schwachen, dann mehr und mehr hochklassigen Semifinale wie schon im Vorjahr den britischen Ranglisten-Ersten 6:7, 6:3, 5:7, 7:6 und 6:1. "Es wird sehr schwer".

Stan Wawrinka hat den Pariser Titeltraum des Weltranglistenersten Andy Murray platzen lassen und greift nach seiner zweiten French-Open-Trophäe nach 2015. 2014 triumphierte er in Melbourne, 2015 in Paris und im vergangenen Jahr in New York.

Doch auf der roten Asche von Paris ist Nadal immer Favorit.

Bei Murray, der damit noch immer auf den großen Coup in Roland Garros wartet, lief es im Turnier aber schon besser als zuvor.

Das bekam am Freitagabend auch Thiem zu spüren.

Mit dem Sieg über Djokovic bzw. einer Wiederholung der Rom-Ereignisse (Sieg über Nadal, dann klare Niederlage gegen Djokovic) wollte der Niederösterreicher es nicht in Verbindung bringen.

Nadal musste gleich im ersten Spiel gegen Thiem (23) seinen Aufschlag abgeben. Der Vorjahresfinalist sicherte sich den ersten Satz nach 68 Minuten im Tiebreak, nachdem er einen Satzball abwehrte. "Es hat Spaß gemacht, bei diesem Spiel dabei zu sein". Murray zeigte sich als fairer Verlierer. "Er hat am Ende einfach zu gut gespielt", sagte der Brite. Er zog dennoch ein positives Fazit, hatte er doch mit vielen Problemen während der Sandplatz-Saison zu kämpfen. "Ich kann mit dem Verlauf des Turniers trotzdem ganz zufrieden sein", meinte der Schotte.

Winner seinen ersten Matchball auf dem Court Philippe Chatrier. Das Momentum lag jetzt auf Wawrinkas Seite, auch im dritten Abschnitt gelang ihm ein schnelles Break. Durch den Erfolg verbesserte Nadal seine Bilanz in Paris auf 78:2 Erfolge - 61 seiner 80 "Best-of-Five"-Matches hat Nadal sogar in drei Sätzen gewonnen".

Doch der Schweizer steckte nicht auf und biss sich zurück in die Partie. In einem Durchgang mit vielen spektakulären Ballwechseln behielt der 32-Jährige im Tiebreak die Nerven und schaffte nach fast vier Stunden erneut den Gleichstand. Damit hatte er Murray endgültig geknackt.

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