Ein Toter und fast 200 Verletzte bei Protesten in Venezuela

Demonstranten vor dem brennenden Verwaltungsgebäude des Obersten Gerichts Bild AFP

Am Mittwoch ist es nun wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Nationalgarde und Demonstranten gekommen. Nach offiziellen Angaben starb der Demonstrant in der Hauptstadt Caracas, weil eine selbstgebaute Granate in seiner Hand explodierte. Damit stieg die Zahl der Todesopfer bei den seit mehr als zwei Monaten andauernden Protesten gegen die Regierung auf 68. Sie werfen ihm Menschenrechtsverletzungen vor und verlangen Neuwahlen. In Chacao gab es Ausschreitungen, drei Lastwagen wurden angezündet. Unter den Todesopfern sind Anhänger der Regierung und der Opposition ebenso wie Sicherheitskräfte und Unbeteiligte.

Zuvor hatte Verteidigungsminister Vladimir Padrino Lopez erstmals eingeräumt, dass es gewalttätige Übergriffe von Soldaten gegen Demonstranten gegeben habe. "Ich will keinen einzigen Nationalgardisten mehr sehen, der Abscheulichkeiten auf der Straße verübt", erklärte Padrino López.

In Venezuela fordern die Opposition und viele Bürger vorgezogene Wahlen und einen Rücktritt Maduros, dem sie die Verantwortung für die schlechte wirtschaftliche Lage geben. Sie macht ihn für die schwere Wirtschaftskrise in dem südamerikanischen Land verantwortlich, die zu dramatischen Versorgungsengpässen geführt hat.

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