Noch keine Einigung zwischen Mays Konservativen und DUP

Die Premierministerin verlässt am Freitag die Parteizentrale der Conservative Party in Westminster. Trotz ihrer Wahlschlappe hält Theresa May an ihrem Machtanspruch fest

Sie strebt keine offizielle Koalition an, sondern die Duldung einer konservativen Minderheitsregierung durch die DUP. Das Datum 19. Juni hatte Brüssel vorgeschlagen.

Die mögliche Zusammenarbeit mit der konservativen pro-britischen Protestanten-Partei DUP steht jedoch unter schwierigen Vorzeichen.

Premierministerin May sagte, sie wisse, dass das Land eine Periode der Stabilität brauche.

Ihren Ursprung hat die DUP im Kampf für die Einheit Nordirlands mit Großbritannien und gegen ein vereinigtes Irland.

Nachdem ein Sprecher Mays am Samstagabend bereits eine Vereinbarung zwischen den Tories und der rechten Democratic Unionist Party (DUP) verkündet hatte, ruderte die Downing Street am Sonntagmorgen zurück: "Die Premierministerin hat am Abend mit der DUP gesprochen, um über den Abschluss einer Vereinbarung zu diskutieren, wenn das Parlament kommende Woche seine Arbeit wieder aufnimmt", erklärte ein Sprecher. Die DUP werde demnach eine Minderheitsregierung von May unterstützen. "Wahlprogramm DUP" gehört am Wochenende zu den meistgegoogelten Begriffen in Großbritannien.

May hatte eine Wahlnacht zum Vergessen hinter sich. Davor war es für May unerlässlich, die Unterstützung der zehn DUP-Abgeordneten im Unterhaus zu erhalten. Die oppositionelle Labour-Partei gewann 30 Sitze hinzu und kommt auf 262 Sitze.

Die Wahlergebnisse im Detail: Die Konservativen verlieren ihre Mehrheit.

US-Präsident Donald Trump scheint keine Zweifel daran zu haben, dass May an der Macht bleiben wird.

Die britische Premierministerin Theresa May hat von Königin Elizabeth II. den Auftrag zur Bildung einer neuen Regierung bekommen. Mays Herausforderer Jeremy Corbyn, dessen Labour-Partei stark zulegen konnte, forderte die Regierungschefin hingegen zum Rücktritt auf. Sie verloren 21 Mandate und werden künftig nur noch mit 35 Abgeordneten in Westminster vertreten sein. Im Wahlkampf hatten Mays Vertraute vor allem Finanzminister Philip Hammond systematisch geschwächt, weil dieser für einen weichen Brexit eingetreten war. An den Mehrheitsverhältnissen im Parlament ändert das Ergebnis aber nichts mehr. Die ist nun nicht mehr gegeben.

Gegner eines sogenannten harten Brexits mit Austritt aus dem EU-Binnenmarkt und einem Ende der Freizügigkeit sehen sich durch die Parlamentswahl gestärkt. Enttäuschung für Sturgeon Die schottischen Nationalisten, die seit der Entscheidung für den Brexit mit einem weiteren Unabhängigkeitsvotum - "Indyref 2" - drohten, fuhren eine empfindliche Niederlage ein.

Spitzenvertreter der Europäischen Union fürchten durch die unklare Regierungsbildung Verzögerungen bei den bevorstehenden Gesprächen. "Jetzt sind die Briten am Zug", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". "Deswegen erwarte ich eher Unsicherheit". Auf Druck wichtiger Minister musste sich die Regierungschefin zudem von ihren zwei engsten Beratern trennen. Der ehemalige Chef der Scottish Nationalist Party (SNP), Alex Salmond, verlor seinen Sitz dort.

Mit ihrem Gegenspieler, der katholisch-republikanische Sinn Fein Partei, sind die Unionisten in einer ungeliebten Zwangskoalition verbunden, denn seit dem Friedensabkommen von 1998 müssen sich protestantische und katholische Kräfte die Macht in Nordirland teilen.

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