Regierung kündigt nach London-Anschlag harten Anti-Terror-Kurs an

Der Tod rollte im Lieferwagen an Die Attentäter wollten eigentlich einen Lastwagen für den Anschlag in London anmieten

Die Polizei nahm im Zusammenhang mit der Tat zwölf Menschen fest.

Bei dem Angriff auf der London Bridge und in Bars im Ausgehviertel Borough Market sind am Samstag sieben Menschen getötet worden, 21 Verletzte befinden sich noch in kritischem Zustand. Die Polizei geht davon aus, dass es keine weiteren Attentäter vor Ort gab.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte am späten Sonntagabend den Anschlag für sich.

Am kommenden Donnerstag wird ein neues britisches Parlament gewählt. May kündigte an, am Termin festzuhalten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte sich bestürzt: "Wir sind heute über alle Grenzen hinweg im Entsetzen und der Trauer vereint". Labour-Chef Corbyn sagte dem Fernsehsender ITV, er unterstütze Rücktrittsforderungen gegen May, da sie drastische Stellenstreichungen bei der Polizei zu verantworten habe. Die Regierungschefin stellte einen Vier-Punkte-Plan vor, der sich mit aller Härte nicht nur gegen Terroristen, sondern gegen den radikalen Islamismus schlechthin richtet. "Wir müssen viel stärker daran arbeiten, ihn zu erkennen und ihn aus dem öffentlichen Dienst und der Gesellschaft auszurotten". Es gebe "viel zuviel Toleranz für Extremismus in unserem Land", betonte sie. "Jetzt reicht's", sagte die Regierungschefin. Am Sonntag teilten die Gesundheitsbehörden mit, dass noch 36 Verletzte im Krankenhaus behandelt würden. Unter den Verletzten waren laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) auch zwei Deutsche. Bei dem Attentat am Samstagabend waren mindestens sieben Menschen getötet worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden die Angreifer am Borough Market von Sicherheitskräften erschossen - acht Minuten nach Eingang des ersten Notrufs um 22.08 Uhr Ortszeit. Am Dienstag gedenkt das Vereinigte Königreich mit einer landesweiten Schweigeminute der Opfer des Anschlags von London. Die Täter griffen ihre Opfer zuerst mit einem Kleintransporter und dann mit Messern an. "Das war wie ein Amoklauf", zitierte die BBC einen Zeugen. Laut Augenzeugen hatten die Attentäter "Das ist für Allah" gerufen. Zur Verwicklung der zwölf Festgenommenen gab es zunächst keine Angaben.

Erst vor knapp zwei Wochen hatte ein Selbstmordattentäter nach einem Konzert des Teenie-Stars Ariana Grande in Manchester mit einer Bombe 22 Menschen in den Tod gerissen.

US-Präsident Donald Trump sagte Großbritannien nach den Terroranschlägen in London erneut "unerschütterliche Unterstützung" zu.

Dschihadisten wie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) rufen ihre Anhänger in dieser Zeit hingegen ausdrücklich zum Kampf und zu Anschlägen auf. Wegen des Anschlags setzten fast alle Parteien ihren Wahlkampf aus, nur die rechtspopulistische Ukip-Partei schloss sich dem nicht an. Die Anschläge lösten auch international Bestürzung aus.

London (dpa) - Nach dem Terroranschlag in London mit mindestens sieben Todesopfern hat die britische Premierministerin Theresa May eine härtere Gangart im Anti-Terror-Kampf angekündigt. CNN zufolge hatte sich Khan mit seiner Äußerung aber auf die Präsenz von Soldaten auf der Straße bezogen.

Die Angreifer selbst waren nach ihrer Tat von der Polizei erschossen worden. So müsse der Bürgermeister unter anderem "die Antwort auf diese schreckliche und feige terroristische Attacke koordinieren". "Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien". Auf Fotos von vergangener Nacht soll zu sehen sein, wie solch ein Helikopter auf der London Bridge landet.

Auch Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) hat den blutigen Anschlag in London scharf verurteilt. Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian will am Montag nach London reisen, um dort Angehörige der französischen Opfer des Anschlags zu treffen, wie aus seinem Umfeld verlautete. Die Flaggen in der Hauptstadt sollen bis zum Dienstagabend auf Halbmast bleiben.

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