Nach Pfiffen bei WM-Quali-Spiel: Werner erhält Rückendeckung

Werner wurde bei seiner Einwechslung ausgepfiffen

Freundlich, aber bestimmt wurde dem 21-Jährigen der Weg zu den wartenden Reportern gewiesen, wo der Stürmer nach seinem zweiten Länderspieleinsatz erwartungsgemäß wortkarg blieb. Nicht nur Bundestrainer Joachim Löw fand deutliche Worte.

Nach seiner denkwürdigen Schwalbe im Bundesliga-Spiel gegen den FC Schalke 04 kochten die Emotionen bundesweit hoch - kritisiert wurde dabei in den meisten Fällen nicht einmal die Schwalbe an sich, sondern vielmehr Werners Umgang mit dieser Situation, als er auch Tage nach der Partie noch von einem korrekten Elfmeterpfiff sprach und den fehlenden Kontakt erst später einräumte. "Ein Nationalspieler, der am Anfang seiner Karriere steht und in der Bundesliga 21 Tore erzielt hat, der darf nicht ausgepfiffen werden, das ist nicht in Ordnung".

Das sahen auch Werners Mitspieler so. "Die Leute, die das machen, sind keine richtigen Fans".

Timo Werner dachte eigentlich, dass das leidige Thema beendet sei.

Auch der dreifache Torschütze Sandro Wagner verteidigte seinen Konkurrenten im Sturmzentrum leidenschaftlich. "Jahrelang wurden Schwalben gemacht, nur bei mir wird es so aufgebauscht, weil ich bei Leipzig spiele". "Er ist ein unglaublich talentierter Spieler, ich habe noch nie in dem Alter einen so guten Stürmer gesehen, es ist doch toll für uns Deutsche, dass wir so einen tollen Stürmer haben", sagte er. Ist doch toll, dass wir so einen tollen Stürmer haben, der noch so jung ist. "Aber das ist ein sehr, sehr junger Spieler". Dass die steten Pfiffe eine allzu große Wirkung auf Werner haben, befürchtet der Mittelfeldspieler zwar nicht ("Er kommt definitiv damit klar"), "aber es ist schade. Der spielt hier für Deutschland und nicht für Leipzig oder sonst wen". Unverständlich, dass man den auspfeift.

Auch Werners Leipziger Teamkollege Diego Demme, der gegen San Marino sein Länderspieldebüt für Deutschland feierte, sprang Werner zur Seite.

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