Niederländer Peter Bosz neuer Trainer von Borussia Dortmund

Peter Bosz testet sein Team in der Saisonvorbereitung achtmal

Auf Thomas Tuchel folgt nun der 53-jährige Holländer Peter Bosz (gesprochen: "Bosch"), der bisher Ajax Amsterdam coachte.

Bosz war am Dienstag beim BVB als Nachfolger des geschassten Thomas Tuchel vorgestellt worden. Von verloren gegangenem Vertrauen bei Ajax-Offiziellen war die Rede und von unterschiedlichen Auffassungen mit jenem assistierenden Trainerteam, das der Klub dauerhaft beschäftigt und zu dem unter anderem der einstige Nationalspieler Dennis Bergkamp gehört.

Fünf Millionen Euro Ablösesumme muss Dortmund nach Amsterdam überweisen. Der Offensivverfechter hatte mit Ajax das Europa-League-Finale mit attraktivem Fußball erreicht und kann aus 56 Punktspielen mit einm Punkteschnitt von 2,13 aufwarten.

Ein Mitgrund für den Abscheid bei Ajax soll Medienberichten zufolge ein Konflikt im Trainerstab gewesen sein. "Ich möchte den Menschen guten Fußball zeigen". Er sei vielmehr "stolz, dass ich für einen großen Verein arbeiten darf". Bosz weiter: "Ich bin überzeugt, dass es der richtige Schritt für mich ist".

Peter Bosz steht auf dem Sprung zu Borussia Dortmund. Eine konkrete Aussage über seine Saisonziele ließ er sich noch nicht entlocken. Er spricht perfekt Deutsch. "Ich würde die Wahrscheinlichkeit als sehr hoch einschätzen", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Peter Bosz testet sein Team in der Saisonvorbereitung achtmal
Peter Bosz testet sein Team in der Saisonvorbereitung achtmal

Man habe bei den Gesprächen mit Bosz von vornherein ein "sehr gutes Gefühl gehabt", entscheidend für die Entscheidung sei jedoch gewesen, dass man den Eindruck hatte, es könne "etwas zusammenwachsen", so Watzke. Eine Parallele ist allerdings auch die teils vernachlässigte oder inkonsequente Defensivarbeit - Bosz ist ein erklärter Offensivmann. Diese Vorlieben kamen der BVB-Philosophie am nächsten. Der Trainerwechsel wirkte sich auch am Aktienmarkt positiv aus, die Vereinsaktie hatte am Dienstag den höchsten Stand seit mehr als 15 Jahren.

Auf den ersten Blick passt der Bosz in das Anforderungsprofil der Borussia. Der Holländer machte sich zuletzt einen Namen damit, junge Spieler zu formen.

Bosz gilt als Talente-Förderer, Offensivfreund und Taktiktüftler.

Als Spieler absolvierte Bosz in den 1990er Jahren 310 Partien von der Eredivisie bis zur Champions League, darunter 14 Partien für Hansa Rostock in der Bundesliga. Den Dortmunder Bossen gefällt der "frische, offensive, attackierende" Fußball, den Bosz predigt, dazu die "ausgeprägte Struktur im eigenen Ballbesitz" und das "starke Gegenpressing".

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