Polizist schießt bei Notre-Dame auf Angreifer

Die Polizei sperrte den Bereich um die Kathedrale weiträumig ab; zahlreiche schwerbewaffnete Beamte waren im Einsatz. Der Platz vor der berühmten Kirche im Herzen der französischen Hauptstadt wird täglich von Tausenden Touristen besucht. Ob die Tat einen terroristischen Hintergrund hat, ist unklar – die Anti-Terror-Behörde hat Ermittlungen aufgenommen. Der Angreifer wurde dabei laut Polizei angeschossen und selbst verletzt. Jeder werde von der Polizei durchsucht, sagte die Sprecherin der Diözese Paris, Karine Dalle, am Dienstag dem Sender BFMTV.

Wenige Tage vor den Parlamentswahlen in Frankreich griff ein junger Islamist vor der Kathedrale Notre-Dame einen Polizisten mit einem Hammer an. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde der nicht identifizierte Angreifer in ein Krankenhaus gebracht. Der Mann habe sich als "Soldat des Kalifats" der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnet, ergänzt die Nachrichtenagentur AFP.

Die zunächst in der Kathedrale festgehaltenen Besucher können das Gotteshaus nach und nach wieder verlassen. Er habe einen Ausweis bei sich gehabt, dessen Echtheit überprüft werden müsse.

Mit einem Hammer wollte ein Angreifer einen Polizisten angreifen. Das sagte der französische Innenminister Gérard Collomb.

Nach einem Angriff auf einen Polizisten vor der Pariser Kathedrale Notre-Dame gehen Ermittler einem Terror-Verdacht nach. Anschläge würden heute mit "sehr rudimentären Instrumenten" begangen, kommentierte Collomb.

Die Sicherheitskräfte erklärten, der mit dem Hammer bewaffnete Angreifer sei auf den Polizisten losgegangen und habe ihn leicht verletzt. Ein anderer Urlauber schrieb auf Twitter: "Eingeschlossen in der Kathedrale Notre-Dame, nachdem Polizei auf einen Mann schoss". Ein weiterer Polizist eröffnete daraufhin das Feuer und stoppte ihn. Anscheinend sei der Angreifer allein gewesen. Frankreich war in den vergangenen zweieinhalb Jahren mehrfach Ziel islamistischer Anschläge, fast 240 unschuldige Menschen kamen dabei ums Leben. Der Ausnahmezustand, der nach dem Anschlag am 13. November 2015 verhängt wurde, gilt weiterhin und soll laut Regierung bis 17. November 2017 verlängert werden. Der letzte Angriff auf einen Polizisten im April auf der Champs-Élysées liegt noch nicht lange zurück. Das französische Sicherheitskabinett wollte noch am Mittwoch über eine geplante Verlängerung bis Anfang November beraten.

Related:

Comments

Latest news

Sexismus-Vorwürfe - Uber-Ceo soll Feld räumen
Diese sollen in Kürze den Mitarbeitern vorgestellt werden, sagte ein Unternehmensvertreter, der nicht benannt werden wollte. Der Top-Manager Emil Michael, ein enger Vertrauter Kalanicks, werde dem umstrittenen Fahrdienstvermittler verlassen.

Skull ans Bones: Neues Open-World-Online-Piraten-Spiel von Ubisoft angekündigt
Dabei steuern wir nicht nur das Schiff, sondern übernehmen auch die Kanonen, Matrosen, Kämpfer usw. überall am Bord. März als Datum festgelegt, jedoch wollte und brauchte man mehr Zeit für das Spiel.

Außenseiterin Ostapenko gewinnt French Open
Mit ihrer speziellen Spielweise brachte Ostapenko das Publikum schnell auf ihre Seite. "Harte Arbeit, Charakter und Kampfgeist". Sie muss auch auf den Sprung auf den Tennisthron noch warten, die Deutsche Angelique Kerber bleibt vorerst die Nummer eins.

Trump will Justizministerium einschalten
Ob es von seinen Gesprächen mit ihm Aufzeichnungen gibt, die das belegen könnten, will der Präsident aber nicht sagen. Er wäre froh, wenn er dem Sonderermittler Robert Mueller seine Version der Dinge darlegen könnte, fügte Trump hinzu.

US-Justizminister sagt vor Geheimdienst-Ausschuss aus
Zuletzt sorgten in Washington Medienberichte über angebliche Auseinandersetzungen zwischen Trump und Sessions für Wirbel. In der Russland-Affäre rund um US-Präsident Donald Trump steht am Dienstag eine weitere brisante Anhörung im Senat an.

Other news