Trump sieht sich nach Comeys Aussage vollständig rehabilitiert

Trump ist nach eigenen Worten bereit, unter Eid zur Affäre um die dubiosen Russland-Kontakte seines Wahlkampfteams auszusagen. Das soll Sonderermittler Robert Mueller klären. Der frühere FBI-Chef gab dem Verdacht weitere Nahrung, dass Trump sich in unzulässiger Weise in die Ermittlungen eingemischt haben könnte.

Entscheidende Frage: Behinderung der Justiz?

Demokraten sehen in der Formulierung dagegen den Vorwurf bestätigt, Trump habe sich der Einflussnahme auf die Justiz schuldig gemacht. Comey sagte vor dem Geheimdienstausschuss, er habe eine Äußerung Trumps ihm gegenüber als Anweisung verstanden, Ermittlungen zu Flynn einzustellen. Fazit des Trump-Lagers: Der Präsident hat eine weiße Weste und kann mit der politischer Agenda fortfahren - Comey ist der Übeltäter. "Aber die Antwort wird euch enttäuschen", rief er den Journalisten angriffslustig zu. Und ob das Fazit dann eine absichtsvolle Beteiligung Trumps an den unterstellten Machenschaften belegen wird, ist fraglich.

Trump gab eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem rumänischen Staatspräsidenten Klaus Iohannis. Trump hat dies dementiert.

Die wahrscheinlich größte Kontroverse seiner Karriere war sein Vorgehen gegen die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, die in ihrer Zeit als Innenministerin einen privaten Server für ihre Emails benutzt hatte. Deswegen "werden wir dieses Problem lösen - auch wenn es anstrengend wird". Dabei waren die Interpretationen der Aussagen Comeys oft recht unterschiedlich.

Auch die Russland-Affäre um eine Beeinflussung der Wahl 2016 sieht Trump für sich als abgeschlossen an.

Nach der Senatsanhörung des früheren FBI-Chefs James Comey widerspricht US-Präsident Donald Trump dessen zentralen Vorwürfen mit Vehemenz. Trump habe ihn gefeuert, um die FBI-Ermittlungen zu den Russlandverstrickungen zu untergraben.

Stephen Bannon, Trumps Chefstratege und ehemaliger Leiter der rechtsnationalen Breitbart-Nachrichtenseite, warf Comey vor, im Auftrag des "Tiefen Staates" gehandelt zu haben.

Unabhängige Rechtsexperten vertreten praktisch einstimmig die Ansicht, dass Trumps Bemühungen, Comey um Loyalität zu bitten und sich in dessen Ermittlungen einzumischen, unangemessen sind und sich zumindest an der Grenze zur Justizbehinderung bewegen. Comey hatte zugegeben, dass er über einen Freund ein Memo über seine Interaktionen mit Trump an die "New York Times" weitergegeben hatte. US-Medien berichteten unter Berufung auf Mitglieder des Geheimdienstausschusses des Senats, das Gremium wolle seine Nachforschungen weiter vorantreiben und kommende Woche Geheimdienstvertreter unter Ausschluss der Öffentlichkeit anhören. Katar unterstütze seit vielen Jahren den islamistischen Terror, sagte Trump - nun sei die Zeit reif für eine harte, aber notwendige Reaktion gewesen.

Comey fühlte sich allem Anschein nach sichtlich unbehaglich alleine in einem Raum mit Trump, den er als bedrohlich empfand. Es habe in der Russlandaffäre weder eine Kollaboration mit russischen Hackern gegeben, noch eine Behinderung der Ermittlungen.

Das Weiße Haus hatte auf die Anhörung umgehend reagiert. Auf Nachfrage, ob er bereit sei, seine Aussagen auch unter Eid zu wiederholen, antwortete Trump: "Zu 100 Prozent". Zudem hieß es: Trump sei der Meinung, "jeder Verräter muss mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden".

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