French Open: Jelena Ostapenko Überraschungs-Siegerin

Die Lettin Jelena Ostapenko hat das spannende Duell der Geburtstagskinder gewonnen und steht völlig überraschend im Endspiel der French Open in Paris. Die Weltranglisten-47. besiegte in der Vorschlussrunde die Schweizerin Timea Bacsinzsky mit 7:6 (7:4), 3:6, 6:3 und zog als erste ungesetzte Spielerin seit 34 Jahren ins Finale von Roland Garros ein. Ostapenko trifft am Samstag auf die Weltranglistendritte Karolina Pliskova oder die Nummer 4 Simona Halep.

Schön aus deutscher Sicht: Durch den Erfolg von Ostapenko bleibt Angelique Kerber (29) die Nummer eins der Welt.

Für sie war es nach 2014 bereits das zweite verlorene Finale in Paris.

Ostapenko ist die im Ranking am schwächsten platzierteste Spielerin, die jemals den Titel von Roland Garros gewinnen konnte - und die erste ungesetzte der Profi-Ära.

Für die 20-jährige Lettin ist es überhaupt der erste Turniersieg auf der WTA-Tour.

An ihrem 20. Geburtstag verwandelte Ostapenko nach 2:25 Stunden ihren zweiten Matchball auf dem Court Philippe Chatrier. Mit ihrem Überraschungs-Triumph in der französischen Hauptstadt wirbelte sie das sich derzeit ohnehin im Umbruch befindende Damen-Tennis weiter durcheinander.

Den ausgeglichenen ersten Satz gab Ostapenko jedoch nach 36 Minuten und bezeichnenderweise mit ihrem 23. Mit ihrem Vollgas-Tennis nahm sie Halep sofort den Aufschlag ab - und das auch noch zu Null. Ein Raunen ging durch das Publikum, das die Lettin mit ihrer unbekümmerten Spielweise bereits in den Runden zuvor ins Herz geschlossen hatte. Zwar begeisterte sie immer wieder mit rasanten Winner-Schlägen. Auf der einen Seite Ostapenko, die versucht, mit allen Mitteln die Ballwechsel kurz zu halten und dafür auf den Ball prügelt wie kaum eine andere. "Manchmal habe ich mich wie eine Zuschauerin gefühlt", sagte die Rumänin, die 2008 Juniorinnen-Siegerin in Paris war.

Erst beim Stand von 0:3 aus ihrer Sicht bekam Ostapenko wieder etwas mehr Präzision in ihr Spiel und war damit sofort zurück in der Partie.

Auf einmal lag die Sensation in der Luft, die jüngste Finalistin bei einem Grand-Slam-Turnier seit der Dänin Caroline Wozniacki vor acht Jahren bei den US Open hatte plötzlich die besseren Karten. Entscheidend wird sein, ob Ostapenko ihre Nerven in den Griff bekommt.

Im 2. und 3. Satz hatte nicht mehr viel auf einen Sieg der Aussenseiterin gedeutet.

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