Fusion von TUIfly und Niki abgesagt - Niki nicht raus aus Air Berlin

Air Berlin

Ihnen sollen bei einer Mitarbeiterversammlung am Nachmittag in Hannover weitere Informationen zu den Plänen des Konzerns für eine Neu-Positionierung der konzerneigenen Tuifly mitgeteilt werden. Ein bei den Regierungen von Nordrhein-Westfalen und Berlin gestellter Bürgschaftsantrag werde gemeinsam mit den Ländern geprüft. Der ganze Air-Berlin-Konzern sei im Umbruch, man brauche Klarheit, wie man darin aufgestellt sein wird. Zum laufenden Prüfungsverfahren wollten sich die Wirtschaftsministerien von NRW und Berlin auf Anfrage nicht äußern.

Der Reisekonzern Tui, die Fluggesellschaften Air Berlin und Air Berlin-Grossaktionär Etihad hatten im Oktober 2016 Pläne für die neue Gesellschaft durch eine Verschmelzung der Tuifly mit der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki als wichtiges Element für die Sanierung der Air Berlin bekanntgegeben.

Für Air Berlin gibt es damit möglicherweise nur noch die Flucht in die Arme der Deutschen Lufthansa. Sie ist einerseits mit einem 29,2 Prozent starken Aktienpaket Großaktionär bei Air Berlin. Die mutmaßlich Beteiligten: Die Landesregierungen, die Bundesregierung sowie die Manager von Etihad, Air Berlin und Lufthansa. Um welche Summe es bei einer Bürgschaft gehen könnte, ist bislang unklar. Airlines wie Air Berlin spielen auch unter Standortgesichtspunkten eine Rolle. Die Lufthansa hat bereits mehrfach ihr Interesse an einer Übernahme bekundet, sofern auch kartellrechtliche Fragen geklärt werden könnten und Air Berlin zuvor entschuldet würde. "Wir würden uns die Strecken einzeln anschauen", heißt es dazu aus dem Bundeskartellamt, "und dann entsprechende Auflagen machen".

Die Airline fliegt seit Jahren Verluste ein, ist mit mehr als einer Milliarde Euro verschuldet und hält sich seit langem mit Finanzspritzen der arabischen Airline Etihad in der Luft. So sei vor kurzem ein Teil der Firmenverwaltung von Düsseldorf nach Berlin verlegt worden. Air Berlin übernahm dann diverse Fluggesellschaften, etwa LTU oder DBA, was an die gescheiterte Hunter-Strategie der Swissair erinnert.

Seit Februar amtet bei Air Berlin Thomas Winkelmann, der von der Lufthansa gekommen ist, als Chef. Dies haben Etihad und Air Berlin am Freitag mit ihrem Statement zurückgewiesen. Der Druck der Billigflieger, die zu immer neuen Sonnenzielen aufbrechen, ist immens. Das könnte im europäischen Wettbewerb einheimische Arbeitsplätze sichern. Zudem belasten Schulden von inzwischen mehr als einer Milliarde Euro die Airline schwer.

Das Scheitern der geplanten großen europäischen Ferienfluggesellschaft von Tui und Ehihad ist ein weiterer Rückschlag.

Was steckt hinter dem gescheiterten Deal?

Dazu sollte die österreichische Fluggesellschaft Niki von Airberlin losgelöst und mit Tuifly verschmolzen werden. Ohne dieses Geld wäre das Berliner Unternehmen längst pleite. Die schwer angeschlagene Airline muss einerseits nun weiterhin 14 Boeing 737 von Tuifly unter sehr teuren Bedingungen inklusive Crew nutzen.

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