Haas schlägt Federer in Stuttgart

Roger Federer gratuliert nach dem Achtelfinale Tommy Haas zum Sieg

Rekord-Grand-Slam-Sieger Roger Federer könnte im ersten Match nach seiner Tennispause beim Stuttgarter ATP-Turnier gleich auf Tommy Haas treffen.

74 Tage währte die freiwillige Wettkampfpause von Roger Federer nach seinem famosen Saisonstart und dem Sieg bei den Australian Open. Und nachdem die schon fast abgeschriebenen Tennis-Größen die Titel bei den ersten beiden Grand-Slam-Turnieren unter sich aufgeteilt haben, scheint auch in Wimbledon vom 3. Juli an alles möglich. Dort improvisierten Haas und Federer kurzerhand eine Tennispartie - quer über den Schlossplatz. "Federer ist eine Legende und Tommy eigentlich für mich auch. Ich hoffe für ihn, dass er die erste Runde gewinnt", sagte Federer über Haas.

"Wir hatten viele tolle Kämpfe in der Vergangenheit". Bei dem Turnier vom 12. bis 19. November in London treten die besten acht Spieler der Saison an.

Neben Haas zogen auch Vorjahresfinalist Philipp Kohlschreiber (Augsburg) und Qualifikant Peter Gojowczyk (München) ins Achtelfinale ein. Er bezwang den an Position fünf gesetzten US-Amerikaner Steve Johnson mit 7:6 (7:3), 5:7, 7:6 (8:6). Auch gegen seinen Freund wird er die Unterstützung seiner Familie haben. "Das mit heute geschafft zu haben, das ist auch für mich ein besonderes Highlight", sagte Haas. Haas vergab beim Stand von 4:4 einen Breakball, ehe Herbert punktete und danach seinerseits mit dem Break zum 6:4 für seinen Satzgewinn sorgte.

Für den früheren Weltranglistenzweiten Haas war es der dritte Achtelfinaleinzug in dieser Saison. Haas wehrte sich im zweiten Durchgang mehr und vereitelte im Tie-Break gar einen Matchball des Schweizers.

Kohlschreiber war davor deutlich schneller unter die Dusche gekommen. Beim Stand von 6:1 und 30:15 für Kohlschreiber gab Marcos Baghdatis aus Zypern verletzt auf.

Nach insgesamt vier Schulteroperationen wird Haas, der in diesem Jahr zum ersten Mal als Turnierdirektor des Masters in Indian Wells fungierte, zum Ende des Jahres voraussichtlich aufhören. Noch nie habe er im Vorfeld einer Rasensaison so viel trainiert, so der Weltranglisten-Fünfte, der auf eine Teilnahme am French Open verzichtet hat, um seinen Körper zu regenerieren und sich auf die zweite Saisonhälfte vorzubereiten. Zuvor hatten schon Peter Gojowczyk, Mischa Zverev, Jan-Lennart Struff und Yannick Hanfmann die erste Runde überstanden.

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