Militärjustiz macht Pilot für F/A-18-Absturz verantwortlich

Bei dem Absturz verschwanden 90 Prozent des F  A-18-Kampfjets im Boden. Das Ackerland musste nach der Bergung des Wracks gereinigt werden

Die Militärjustiz hat eine Voruntersuchung gegen ihn eingeleitet. Dem Piloten gelang es vor dem Aufprall am Boden seinen Schleudersitz zu betätigen - er wurde nur leicht verletzt. Zusammen mit zwei Tiger-Kampfjets steigt eine F/A-18D Hornet vom Militärflugplatz in Payerne auf zu einem Trainingsflug im französischen Jura. Dies führte zu einem Strömungsabriss und anschliessenden Leistungsabfall des linken Triebwerks. Das Flugzeug begann nach links zu drehen und verlor rasch an Höhe. Der Pilot schaffte es nicht, das Flugzeug zu stabilisieren. Das Flugzeug stürzte auf eine Ackerfläche in der Nähe des Dorfes Glamondans im französischen Jura. Schellenberg zeigte sich nach dem Unfall erleichtert, dass der Pilot lediglich verletzt wurde. Demnach hat der Pilot wichtige Sofortmassnahmen unterlassen, um das Flugzeug in der Luft zu halten.

Mit aufwändigen technischen, fliegerischen und medizinischen Untersuchungen konnte der Unfallflug lückenlos rekonstruiert werden. "Andere Gründe wie eine technische Störung, gesundheitliche Probleme des Piloten oder Dritteinwirkung können als direkte Ursachen für den Absturz ausgeschlossen werden", so die Militärjustiz.

Gestützt auf die Ergebnisse des Schlussberichts bestünden gegen den Piloten ein Anfangsverdacht auf Verletzung wegen Nichtbefolgung von Dienstvorschriften und wegen Missbrauch und Verschleuderung von Material.

Um festzustellen zu können, ob im konkreten Fall eine strafbare Handlung begangen worden sei, habe der Untersuchungsrichter beantragt, eine Voruntersuchung anzuordnen. Bernhard Müller, Chef Einsatz der Luftwaffe habe den Antrag gutgeheissen und eine Voruntersuchung angeordnet, heisst es weiter. Die Untersuchungen ergaben, dass das Verlassen des Flugzeugs durch den Piloten mit dem Schleudersitz beziehungsweise die durch den Piloten unterlassenen Sofortmassnahmen, die bei einem Strömungsabriss im Triebwerk und für den Fall einer ungewollten Dreh- und Rollbewegung des Flugzeugs vorgesehen sind, ursächlich für den Absturz des Flugzeuges waren. Für den Piloten gelte weiterhin die Unschuldsvermutung. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.

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