Symbol nach Terror: Französische Fans singen britische Hymne

Blaise Matuidi

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und die britische Premierministerin Theresa May, die nach einem Arbeitsessen ins Stade de France gekommen waren, sangen mit.

Ousmane Dembélé hat die französische Fußball-Nationalmannschaft gegen England zum Sieg geschossen.

Nach den beiden Nationalhymnen positionierten die Stars beider Mannschaften sich Arm in Arm nebeneinander, und aus den Stadionlautsprechern ertönte der Oasis-Klassiker "Don't Look Back In Anger". Unmittelbar vor dem Spiel, das die Gemeinschaft und Freundschaft untereinander stärken soll, wird es außerdem eine Schweigeminute geben.

Nach einem Popkonzert in Manchester am 22. Mai wurden bei einem islamistischen Selbstmordattentat 23 Menschen getötet (hier alle Details). Damals hatten zahlreiche englische Fans demonstrativ die Marseillaise mitgesungen.

Das endgültige Ziel sei, dass diese Spieler nachrücken.

Frankreich betrieb mit dem Erfolg Wiedergutmachung für die überraschende 1:2-Niederlage in der WM-Qualifikation am Freitag in Schweden. Die Ausgangslage in der Gruppe A ist in der Tat prekär: Schweden führt mit 13 Punkten vor Frankreich (13), das aber wieder den heißen Atem der nur drei Zähler dahinter stehenden Niederlande im Nacken spürt.

"Ein Alptraum", titelte das Fachblatt "L'Équipe" deswegen. Das weiß auch Blaise Matuidi. "Wir wollen uns unser Selbstvertrauen zurückholen", sagte er.

Bei einer Pleite würden die Franzosen um Antoine Griezmann und Paul Pogba nach dem 0:2 im März daheim gegen Spanien mit drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen in die Sommerferien fahren.

Versprüht gute Laune: Englands Nationaltrainer Gareth Southgate.

Harmonie herrscht unterdessen mit Sicherheit bei den Engländern.

Am Montag interessierte sich in England aber kaum noch jemand für das Spiel im Hampden Park. Der erste Weltmeister-Titel seit dem riesigen Triumph 1966 soll auch dem A-Team einen zusätzlichen Schub verleihen. "Ich war bei diesem Spiel und es war etwas sehr Besonderes", erklärte Southgate.

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