Trump im Fall Comey zu Aussage unter Eid bereit

Davon abgesehen, waren die Aussagen Comeys alles andere als eine Entlastung Trumps. Der Präsident erklärte sich bereit, seine Aussagen auch unter Eid zu wiederholen.

Nach einem Bericht der "New York Times" soll Trump sich in einem Treffen mit Repräsentanten Russlands erleichtert darüber gezeigt haben, dass mit Comeys Entlassung der Druck wegen Russland von ihm genommen sei.

Die seiner Meinung nach "falschen Aussagen" und Lügen Comeys beziehen sich darauf, dass der US-Präsident die Vorwürfe des Ex-FBI-Chefs zurückweist, er habe ihn angewiesen, eine Untersuchung gegen seinen damaligen Berater Michael Flynn fallen zu lassen.

Dort hieß es bei einer Einblendung unter anderem "Comey: Präsident wies mich nicht an, Flynn-Ermittlung fallenzulassen", während es bei CNN zur gleichen Aussage hieß: "Comey: Ich fasste Trumps Bitte als Anweisung auf". Er wäre froh, wenn er dem Sonderermittler Robert Mueller seine Version der Dinge darlegen könnte, fügte Trump hinzu. Nach Angaben von Geheimdiensten hat Moskau aktiv versucht, die Präsidentenwahl 2016 zugunsten von Trump zu beeinflussen.

Trump sagte: "James Comey hat viel davon bestätigt, was ich gesagt habe, und er hat Dinge gesagt, die nicht wahr sind". Der Präsident machte klar, dass er den gegen ihn erhobenen Vorwurf einer Behinderung der Justiz mit Comeys Aussage entkräftet sieht. Comey warf er vor, vertrauliche Informationen an die Presse geleakt zu haben. "Ich hatte den Eindruck, es könnte sein, dass ich die Aufzeichnungen brauchen werde, nicht nur um mich selbst zu verteidigen, sondern auch das FBI", sagte Comey. Comey hatte in der Anhörung zugegeben, dass er einen Freund gebeten hatte, einem Reporter eine Notiz über das Gespräch zuzuspielen, um so die Einsetzung eines Sonderermittlers zu erreichen. Der Trump nahestehende Sender wertete Comeys Aussagen als Entlastung. Trump sei entlastet worden, bilanzierte der Nachrichtensender Fox News.

"Die Art und Weise, wie (US-Präsident Donald Trump) den FBI-Chef entlassen und diesen sowie seine Behörde diffamiert hat, kam einer Kriegserklärung gleich". Dazu wolle er sich "in naher Zukunft" äußern.

Die große Frage: Warum wollte Trump Flynn schützen?

Sie verwiesen dabei auch auf Comeys Entlassung, mit der Trump klar darauf abgezielt habe, die Ermittlungen zu untergraben.

Wörtlich formulierte Trump: "Trotz so vieler falscher Aussagen und Lügen, eine vollständige und umfassende Rehabilitation. und WOW, Comey ist ein Maulwurf!" Das könnte eine Straftat sein - Behinderung der Justiz! Comey zeigte sich überzeugt davon, dass das auch der Grund seiner Entlassung war. Die Haltung des Präsidenten zu den Ermittlungen in der Russland-Affäre bezeichnete der ehemalige FBI-Chef als "sehr beunruhigend". Comey bezichtigte Trump und die US-Regierung, in der Begründung seiner Entlassung gelogen zu haben.

Comeys Aussage zeichnet das Bild eines Präsidenten, der die demokratischen Grenzziehungen des amerikanischen politischen Systems entweder nicht gut genug kennt und versteht - oder sie bewusst umgehen will.

Im Raum steht der Vorwurf, Trump habe die Justiz behindert. Comey machte in der Anhörung klar, dass wohl FBI-Sonderermittler Mueller diese Frage klären werde.

Die Ermittler befassten sich in den letzten Wochen im Zuge der Russlandermittlungen auch mit Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner.

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