Trump zu Comey: "Lügen und Diffamierung"

Große Erinnerungslücken US-Justizminister Jeff Sessions

Die Ermittlungen lasten auf Land und Präsidentschaft. Trump und das Weiße Haus hatten im Zuge von Comeys Entlassung behauptet, die Mitarbeiter stünden nicht mehr hinter ihrem Chef.

Natürlich sind die Aussagen von Ex-FBI-Chef James Comey kaum nachprüfbar, und US-Präsident Donald Trump bestreitet alles. Es sei seine "Pflicht und Priorität als Präsident, für die Sicherheit der Amerikaner zu sorgen".

Trump sagte, er werde diese Aussagen auch unter Eid wiederholen. Trump sogar wäre froh, wenn er Sonderermittler Robert Mueller seine Version der Dinge darlegen könnte, fügte er hinzu. Der Anwalt des US-Präsidenten attackiert den Ex-FBI-Chef. Der einstige Behördenleiter hatte am Donnerstag unter Eid ausgesagt. Comey hatte zugegeben, dass er über einen Freund ein Memo über seine Interaktionen mit Trump an die "New York Times" weitergegeben hatte.

Auf die Frage, ob es von den Unterredungen mit Comey im Weißen Haus Aufzeichnungen gebe, sagte Trump ausweichend, dazu wolle er sich "in naher Zukunft" äußern.

Beobachter sind der Auffassung, dass die Aussage Comeys Trump zwar schwer belastet.

Trump bezeichnete die Aussage von Comey auf Twitter als "falsches Statement" und nannte ihn "einen Leaker". Er sehe sich vollständig entlastet, man wolle nun zur Tagespolitik zurückkehren. Comey sagte, es habe ihn irritiert, dass Trump zuvor "alle anderen aus dem Oval Office gekickt" habe. Er habe diese Protokolle für notwendig gehalten, da er befürchtet habe, Trump könne über die Gesprächsinhalte "lügen".

Trump gab eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem rumänischen Staatspräsidenten Klaus Iohannis. Das soll Comey dem Geheimdienstausschuss des Senats nach seiner öffentlichen Anhörung hinter geschlossenen Türen gesagt haben. Beide haben mehrere bis heute nicht aufgeklärte Kontakte mit Russlands US-Botschafter Sergej Kisljak und dem Moskauer Bankier und Putin-Vertrauten Sergej Gorkow gehabt.

Andere Nachrichtensender setzten den Fokus eher auf Comeys Aussagen, nach denen Trump log oder er dessen Worten kein Vertrauen schenkte.

Trump twitterte "Trotz so vieler falscher Aussagen und Lügen totale und komplette Rehabilitierung. und WOW, Comey ist ein Informant".

Es dauerte 24 Stunden, bis sich Präsident Trump doch noch persönlich meldete. Er untermauerte Vorwürfe einer Einflussnahme Trumps auf die Russland-Ermittlungen des FBI. Er habe sich von Trump unter Druck gesetzt gefühlt, die Ermittlungen gegen Flynn fallen zu lassen.

Comeys Aussage zeichnet das Bild eines Präsidenten, der die demokratischen Grenzziehungen des amerikanischen politischen Systems entweder nicht gut genug kennt und versteht - oder sie bewusst umgehen will.

Republikanische Senatoren machten indes deutlich, dass sie keine Beweise für einen Behinderung der Justiz durch Trump sähen.

Fast nebenbei machte Comey klar, dass wohl FBI-Sonderermittler Mueller diese Frage klären werde.

Trumps Anwalt bewertete Comeys Aussagen auch als Beleg, dass der Präsident niemals versucht habe, die Russland-Ermittlungen zu "behindern".

Trumps Äußerungen - Behinderung der Justiz?

Demokraten sprachen dagegen von einem Verhaltensmuster Trumps, das genau darauf hinweise.

Ein Vier-Augen-Gespräch, das Trump mit Comey am 14. Februar über den Fall Flynn geführt haben soll, spielte bei der Anhörung eine zentrale Rolle.

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