Verhaltener Optimismus an der Börse vor US-Zinsentscheid

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes

Knapp eine Stunde vor Handelsstart signalisierte der X-Dax als Indikator für den Dax ein Plus von 0,17 Prozent auf 12 787 Punkte, nachdem er am Dienstag um rund 0,6 Prozent zugelegt hatte.

Zum Wochenstart war der deutsche Leitindex - belastet vom schwachen Technologiesektor - um rund 1 Prozent abgesackt.

Der MDax, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, gewann 0,49 Prozent auf 25.271,76 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 1,15 Prozent auf 2272,58 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,51 Prozent abwärts. Auch ein Blick auf die anderen Märkte zeige keine Alarmsignale: Sichere Häfen wie Gold, der japanische Yen und der Schweizer Franken seien in den vergangenen Handelstagen kaum gefragt gewesen, so Cutkovic. Zum Börsenauftakt war der Dow noch bis auf 21 354,56 Punkte hochgesprungen. Eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed gelte als ausgemachte Sache. Zugleich wird aber vor allem nach den jüngst enttäuschenden Konjunkturdaten gehofft, dass die Notenbanker weiter zurückhaltend agieren. So sind die Umsätze des US-Einzelhandels im Mai überraschend um 0,3 Prozent zum Vormonat gesunken.

Unter den Einzelwerten fielen die Aktien von HeidelbergCement nach einem positiven Analystenkommentar mit einem Kursgewinn von mehr als 2 Prozent an der Dax-Spitze positiv auf. Im Mai hatte der Ingenieurdienstleisters für die Autobranche wegen einer Zurückhaltung der Autobauer sein Umsatzziel deutlich gesenkt. Sie profitierten von einer Kaufempfehlung des Bankhauses Metzler. Die Dachgesellschaft des Baumarktbetreibers steigerte den Nettoumsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 um 7 Prozent.

Fast am MDax-Ende waren hingegen die Symrise-Papiere mit einem Minus von 0,4 Prozent zu finden. Sie reagierten hingegen mit einem Verlust von 1 Prozent auf die jüngsten Absatzzahlen des Münchener Autobauers. BMW hat nach dem starken Monat April im Mai wieder einen Gang herunter geschaltet, aber immer noch weltweit 5,1 Prozent mehr Fahrzeuge ausgeliefert. ENERGIEWERTE WEITER IM AUFWIND Die Aktien der Versorger Eon und RWE setzten ihre jüngste Rally fort. Eon-Papiere stiegen um 2,3 Prozent, für RWE ging es zeitweise bis auf den höchsten Stand seit Juli 2015 und zuletzt um 2,0 Prozent nach oben. Beide Titel gehören im bisherigen Jahresverlauf zu den größten Gewinnern im Dax.

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag nach den klaren Vortagesverlusten berappelt. Aus dem Handel gingen sie am Mittwoch mit plus einem Prozent auf 13,56 Euro. Das Biotech-Unternehmen will durch den zur Wochenmitte bekannt gegebenen Beitritt zum Nurture-Konsortium, die Wirkstoffforschung im Bereich der Nierenerkrankungen basierend auf Patientendaten beschleunigen. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,09 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 141,98 Punkte. Der Kurs des Euro stieg bis zum Abend auf 1,1277 US-Dollar. Am Vortag hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,1217 Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8926 (0,8915) Euro.

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